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Bayern-Chef Rummenigge: «Clubs werden profitieren»

München (dpa) - 08.09.2010, 16:23 Uhr

Karl-Heinz Rummenigge ist der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München.
Karl-Heinz Rummenigge ist der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München.

Der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München hat das Urteil zum deutschen Glücksspielmonopol begrüßt.

«Es werden neue Einnahmen zugunsten der Bundesliga kommen. Das ist klar. Der Profi-Fußball hat aber auch die Verantwortung für den Breitensport mitzutragen», sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge der Nachrichtenagentur dpa.

Wie bewerten Sie das Urteil des Europäischen Gerichtshofs zum Thema Sportwetten?

Rummenigge: «Bayern München begrüßt außerordentlich diesen Urteilsspruch, weil er aus unserer Sicht ein Regulativ im Positiven darstellt. Es gibt kein Monopol, das zugunsten der Öffentlichkeit ist. Mit dem Urteilsspruch ist Chancengleichheit in diesem Punkt gewährleistet mit anderen europäischen großen Ligen wie Frankreich, Italien, Spanien oder England. Ich gehe davon aus, dass die Clubs aus der Fußball-Bundesliga davon profitieren werden.»

Der FC Bayern war ja schon immer Gegner dieses Monopols.


Rummenigge: «Wir haben ja mit bwin einen Partner, mit dem wir sehr im Verborgenen arbeiten mussten bisher. Das haben wir sehr bedauert, dass wir uns wegen juristischer Hürden nicht offen bekennen konnten oder durften. Das hat sich mit dem heutigen Tag geändert.»

Demnach können die deutschen Profi-Clubs nun mehr Geld einnehmen?

Rummenigge: «Es werden neue Einnahmen zugunsten der Bundesliga kommen. Das ist klar. Der Profi-Fußball hat aber auch die Verantwortung für den Breitensport mitzutragen. Wir sollten dieses Thema sehr verantwortungsbewusst und solidarisch sehen und gemeinsam mit dem DOSB (dem Deutschen Olympischen Sportbund) und dem Breitensport für die Einnahmen Sorge tragen.»

Wie könnte eine solche Regelung aussehen?

Rummenigge: «Es haben schon Gespräche stattgefunden. Der Breitensport ist sehr abhängig von Toto und Wetten. Da werden wir weitere Gespräche führen müssen, wie ein solches Solidaritätsmodell zugunsten des Breitensports aussehen kann. Aber ich habe keine Sorge, dass das möglich ist.»

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