Blatter zum Fall Robben: Keine FIFA-Versäumnisse
München (dpa) - 08.09.2010, 16:37 Uhr
Der FC Bayern München fordert für den Ausfall von Arjen Robben eine finanzielle Entschädigung.
FIFA-Präsident Joseph Blatter sieht im Fall des verletzten Arjen Robben vom FC Bayern München keine Versäumnisse beim Fußball-Weltverband (FIFA). «Alle Nationalverbände haben unterschrieben, dass ihre Nationalspieler selbst versichert werden. Verbände und Clubs haben das aber nicht alle gemacht. Jetzt reklamieren die Bayern, aber es ist zu spät», sagte der FIFA-Chef der «Sport-Bild». Bei Robben wurde nach der WM in Südafrika ein Muskelriss im linken Oberschenkel diagnostiziert, weshalb der Niederländer wohl bis zum kommenden Jahr ausfällt. «Hätten wir die Spieler weiter selbst versichert, statt 40 Millionen Dollar an die Verbände und Clubs zu zahlen, hätte die FIFA das weniger Geld gekostet. Man kann doch nicht die Sahne haben wollen, die Kuh und die Bäuerin dazu», sagte der Schweizer Funktionär.
Der deutsche Rekordmeister erhofft sich vom niederländischen Verband eine finanzielle Entschädigung für den Ausfall seines Offensivkünstlers. Am Samstag sollen angeblich Vertreter des Verbandes in München sein. Dann soll über den Fall gesprochen werden. Wann die Niederländer nach München kommen, sagte Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge nicht. «Es wird erst einmal ein Gespräch mit dem Verband geben, und man wird sich austauschen. Wir werden das Gespräch führen, und dann wird man weiter sehen», sagte Rummenigge. «Ziel des FC Bayern ist es, eine faire und gütliche Lösung mit dem Verband zu finden. Wir haben neben dem sportlichen auch einen sehr hohen finanziellen Schaden.» |