Immerhin: Die Verpflichtung des italienischen Nationalspielers Mauro Camoranesi von Juventus Turin für das offensive Mittelfeld ist praktisch perfekt. VfB-Sportdirektor Fredi Bobic bestätigte, dass am 30. August der erste Neuzugang vorgestellt werden soll und es sich um einen Spieler von Juventus Turin handelt. «Die Rahmenbedingungen stimmen», sagte er. Kein Selbstvertrauen, Verunsicherung überall: Nahtlos knüpfte die VfB-Mannschaft an die schwachen Leistungen im DFB-Pokal, der Europa League und zum Bundesliga-Start beim FSV Mainz 05 (0:2) an. Auch das Saisondebüt des Nationalspielers Serdar Tasci gab der Deckung keine Sicherheit. Wie schon beim glücklichen 2:2 gegen Slovan Bratislava am Donnerstag in der Europa League war die Abwehr löchriger als die Baustelle in der Mercedes-Benz-Arena. Im Mittelfeld mühten sich Christian Gentner und Christian Träsch um Linie. Doch es blieb nur beim Bemühen. Ganz anders die Dortmunder. Von den Reisestrapazen nach ihrem erfolgreichen Europa-League-Qualifikationsspiel am Donnerstag bei Qarabag Agdam in Aserbaidschan war bei den Westfalen nichts zu spüren. Nuri Sahin und der Japaner Shinji Kagawa wirbelten im BVB- Mittelfeld, Stürmer Barrios beschäftigte beinahe die VfB-Abwehr fast allein. Die Dortmunder Deckung geriet indes bis zur Pause kaum ins Schwitzen. VfB-Coach Gross reagierte, brachte Martin Harnik für den grippegeschwächten Ciprian Marica und Daniel Didavi für den unglücklichen Georg Niedermeier, der zwei der drei Gegentreffer verschuldet hatte. Die Maßnahme brachte zunächst wenig. VfB-Torwart Sven Ulreich verhinderte gekonnt das mögliche 0:4 gegen Barrios (51.). Erst als Cacau (63.) BVB-Keeper Roman Weidenfeller mit einem 18- Meter-Schuss prüfte, schienen die Gastgeber aufzuwachen. Die Dortmunder verloren kurzzeitig ihre Linie. Die Folge: Cacaus erster Saisontreffer. Doch der BVB überstand die Drangphase und konnte es sich sogar leisten, einige Konterchancen auszulassen.
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