Cissé freut sich auf Yano: «Ich liebe Konkurrenz»
Nürnberg (dpa) - 29.08.2010, 10:04 Uhr
Freiburgs Papiss Cissé (l) im Zweikampf mit Andreas Wolf.
Kisho Yano war gar nicht dabei, aber irgendwie spielte der Japaner doch mit beim SC Freiburg. Papiss Cissé reagierte jedenfalls umgehend auf den Blitztransfer des neuen Sturmrivalen aus Fernost. Mit einem Doppelpack zum 2:1 (1:1) beim 1. FC Nürnberg sorgte der Fußball-Nationalspieler aus dem Senegal für Erleichterung beim Sportclub eine Woche nach der 1:3-Heimpleite gegen den FC St. Pauli. «Klar freue ich mich, dass ich die zwei Tore gemacht habe», sagte der glückliche Torschütze, nachdem er dem «Club» die Saison- Heimpremiere gründlich verdorben hatte. Als die ersten Freiburger Spieler schon im Mannschaftsbus saßen, gab Cissé immer noch auf Französisch Interviews. Der 25-Jährige freut sich, dass seine Rolle als Alleinunterhalter im SC-Sturm bald zu Ende sein wird. «Ist doch Klasse, wenn ein Neuer kommt», meinte er zu dem kürzlich verpflichteten Yano, «das ist Motivation und Herausforderung für mich. Ich liebe Konkurrenz».
Mit seinem Elfmetertor in der 40. Minute leitete Cissé die Wende ein, nachdem der bis dahin dominierende «Club» durch Julian Schieber in Führung gegangen war. Per Kopf bescherte der dunkelhäutige Angreifer seinem Team in der 52. Minute die ersten drei Punkte in der noch jungen Saison. «Papiss hat im athletischen Bereich deutlich zugelegt», sagte Trainer Robin Dutt, «früher war er schnell müde und dann unkonzentriert, heute will er gar nicht mehr runter vom Platz». Dutt freute sich auch darüber, dass seine Mannschaft körperlich zugelegt und im Gegensatz zum St.-Pauli-Spiel gezeigt habe, «dass man eine Führung auch halten kann». Nach dem «glücklichen, aber verdient erkämpften Sieg» gegen einen anfangs «haushoch überlegenen» Gegner sei aber nicht alles «Friede, Freude, Eierkuchen», warnte Dutt: «In der Länderspielpause müssen wir hart arbeiten. Wir müssen uns spielerisch noch steigern.» |