Dank «Knipser» van Nistelrooy: HSV mit Traumstart
Frankfurt/Main (dpa) - 29.08.2010, 10:11 Uhr
Hamburgs Ruud van Nistelrooy (l) jubelt nach seinem Treffer zum 2:1.
Torjäger Ruud van Nistelrooy blüht im Herbst seiner Karriere noch einmal richtig auf und lässt die Fans des Hamburger SV vom lange ersehnten Höhenflug träumen. Mit seinem dritten Treffer im zweiten Spiel ebnete der «fliegende Holländer» dem HSV den Weg zum 3:1 (0:1)-Auswärtssieg bei Eintracht Frankfurt, durch den die Norddeutschen mit sechs Punkten den gelungenen Auftakt in der Fußball-Bundesliga perfekt machten. «Das ist natürlich ein Traumstart», sagte der Stürmer nach dem zweiten Erfolg und fügte hinzu: «Träumen kannst du immer. Du musst nur deinen Traum versuchen zu leben. Ich hoffe, wir können etwas erreichen in dieser Saison.» Neun Minuten vor Ultimo schlug van Nistelrooy beim Stand von 1:1 in unnachahmlicher Art vorentscheidend zu. Nach einer Ecke erwischte der Angreifer den Ball fast auf den Knien in Rückenlage mit dem Kopf. «Ich weiß nicht, wie ich das genau gemacht habe. Ich stand zur richtigen Zeit am richtigen Ort und habe schnell reagiert», erzählte van Nistelrooy. «Wenn man ihn einmal alleinlässt, macht er das Ding eiskalt», meinte Patrick Ochs, der die Eintracht-Führung durch Halil Altintop (38.) vorbereitet hatte. Joris Mathijsen gelang nach einer Stunde der Ausgleich, Paolo Guerrero (89.) erzielte den Endstand.
«Wenn du einen Neubeginn startest, wie wir das tun, ist solch ein Start natürlich unheimlich wichtig. Wir haben Qualität in der Mannschaft, aber wir können uns alle noch verbessern», kündigte van Nistelrooy eine weitere Steigerung der spielerisch dominierenden Hamburger an. Er selbst geht mit gutem Beispiel voran. «Ruud ist ja schon ein bisschen älter, aber immer noch sehr ehrgeizig. Er will jedes Spiel gewinnen und macht im Training Zusatzübungen. Damit ist er ein Vorbild für die jungen Spieler», lobte HSV-Trainer Armin Veh. Nach zwei durchwachsenen Jahren mit vielen Verletzungen hat van Nistelrooy zu alter Stärke zurückgefunden. «Für ihn war es immens wichtig, dass er die komplette Vorbereitung mitgemacht hat. Für uns war es daher gut, dass er nicht bei der WM dabei war. Ich bin froh, dass er so fit ist. Jetzt sieht man, dass er immer noch ein erstklassiger Mann ist», sagte Veh. |