Noch vor wenigen Wochen gab es massive Schelte der Vereinsführung, nun überwiegt das Lob. Wie schnelllebig der Profifußball sein kann, bekam Mirko Slomka in den vergangenen Tagen zu spüren.
Nach dem frühen Pokal-Knockout beim Viertligisten SV Elversberg stand der Trainer von Hannover 96 kurz vor dem Rauswurf. Doch der folgende Bundesliga-Traumstart mit Erfolgen über Frankfurt und Schalke stärkte seine Position. «Dass kein Vertrauen da war, kann ich nachvollziehen. Schließlich haben wir Anlass zur Kritik gegeben», kommentierte Slomka.
Den 2:1-Sieg bei seiner ersten Rückkehr an die alte Wirkungsstätte genoss der ehemalige Schalker Coach in vollen Zügen. Wie schon in der Rückrunde der vorigen Saison in Hannover zeigte sein glänzend eingestelltes Team dem Revierclub auch in dessen Heimstätte die Grenzen auf. «Natürlich war das kein normales Spiel. Es war für uns der zweite Sieg über Schalke hintereinander. Das ist schon etwas Besonderes», sagte Slomka.
Seit dem Amtsantritt in Hannover Anfang des Jahres mit sechs Niederlagen in Serie nach zuvor 20-monatiger Jobsuche konnte er sich seiner Sache nie sicher sein. Nun hofft er auf mehr Ruhe und Konstanz: «Was wir brauchen, ist etwas mehr Geduld im Umfeld.»