Werder siegt dank Arnautovic - Meier hält zu Soldo
Bremen (dpa) - 28.08.2010, 19:26 Uhr
Der Bremer Philipp Bargfrede attackiert den Kölner Milivoje Novakovic.
Marko Arnautovic hat bei seinem Startelf-Debüt für Werder Bremen alle Skeptiker überzeugt. Mit zwei Toren (36./90.+1 Minute) besaß der Österreicher großen Anteil am 4:2 (2:1)-Erfolg der Bremer gegen einen schwachen 1. FC Köln. Vier Tage nach dem Einzug in die Champions League bügelte Werder vor 35 500 Fans in überzeugender Manier die bittere Auftaktpleite in Hoffenheim aus und meldete sich in der Fußball-Bundesliga zurück. «Ich bin sehr froh, dass wir den ersten Sieg errungen haben. Es war nach dem Spiel in Genua nicht einfach für uns», sagte Trainer Thomas Schaaf. Neben dem starken Arnautovic besiegelten Kapitän Torsten Frings (33./Foulelfmeter) und Hugo Almeida (74.) mit ihren Toren die zweite Niederlage der Rheinländer. Nationalspieler Lukas Podolski (37.) und Kevin McKenna (90.+2) konnten mit ihren Gegentreffern den kapitalen FC-Fehlstart nicht verhindern. «Wir haben nicht konzentriert genug gespielt», klagte Kölns Trainer Zvonimir Soldo. Der Ausfall von Kapitän Youssef Mohamad (gesperrt) und Sebastian Freis (Grippe) machte sich negativ bemerkbar. Kölns Manager Michael Meier wollte nach zwei Niederlagen von einer Trainerdiskussion aber nichts wissen. «Wir haben die Philosophie der Kontinuität. Da kann man nicht nach zwei Spieltagen den Trainer infrage stellen.»
Auch ohne Zugang Wesley setzte Werder die Gäste von Beginn an unter Druck. Der Brasilianer befindet sich zwar seit mehreren Tagen in Bremen, dennoch fehlten Unterlagen aus seinem Heimatland für die Spielerlaubnis. Der Österreicher Arnautovic, der für Wesley in die Startelf rückte, wirkte sehr motiviert und nutzte seine Chance. «Der Trainer hat mir in Einzelgesprächen sehr geholfen. Ich bin auf dem Weg zur Bestform, kann aber noch zulegen», kommentierte der Offensivspieler seinen starken Auftritt. Dribbelkönig Marko Marin wurde von den Kölner Fans zwar bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen. Der Ex-Gladbacher ließ sich aber dadurch nicht beirren. Als Petit den deutschen Nationalspieler nur mit einem Foul stoppen konnte, verwandelte Werder-Kapitän Frings den fälligen Elfmeter zur verdienten Führung. «Er trifft mich unten und hält mich oben. Klarer geht ein Elfmeter nicht», sagte Marin. |