Werder bügelt Auftaktpleite aus - FC-Fehlstart
Bremen (dpa) - 28.08.2010, 17:33 Uhr
Der Bremer Philipp Bargfrede attackiert den Kölner Milivoje Novakovic.
Werder Bremen ist auch in der Bundesliga angekommen. Vier Tage nach dem Einzug in die Champions League gewannen die Bremer das erste Heim-Punktspiel mit 4:2 (2:1) gegen den 1. FC Köln und bügelten die bittere Auftaktpleite in Hoffenheim aus. Torsten Frings (33./Foulelfmeter), Marko Arnautovic (36./90.+1) und Hugo Almeida (74.) besiegelten am Samstag vor 35 500 Zuschauern mit ihren Toren die zweite Niederlage der Rheinländer. Nationalspieler Lukas Podolski (37.) und Kevin McKenna (90.+2) konnten mit ihren Gegentoren den FC-Fehlstart nicht verhindern. Auch ohne Zugang Wesley setzte Werder die neu formierte Kölner Abwehr von Beginn an unter Druck. Der Brasilianer befindet sich zwar seit mehreren Tagen in Bremen, dennoch fehlten Unterlagen aus seinem Heimatland für die Spielerlaubnis. Der Österreicher Arnautovic, der für Wesley in die Startelf rückte, wirkte sehr motiviert. Er hatte in der 3. und 26. Minute die ersten Großchancen, verzog aber jeweils aus günstiger Position.
Dribbelkönig Marko Marin wurde von den Kölner Fans zwar bei jedem Ballkontakt ausgepfiffen. Der Ex-Gladbacher ließ sich aber dadurch nicht beirren. Als Petit den deutschen Nationalspieler nur mit einem Foul stoppen konnte, verwandelte Werder-Kapitän Frings den fälligen Elfmeter zur verdienten Führung. Arnautovic erzielte nach Kopfball- Vorlage von Claudio Pizarro sein erstes Bundesliga-Tor. Es war zugleich die letzte Aktion des Werder-Torjägers, der mit Oberschenkelproblemen noch vor der Halbzeit ausgewechselt wurde. Kölns Trainer Zvonimir Soldo musste in Kapitän Youssef Mohamad (gesperrt) und Sebastian Freis (Grippe) zwei Leistungsträger ersetzen. Die Abwehr mit dem neuen Innenverteidiger-Duo Kevin Pezzoni/Kevin McKenna hatte Schwerstarbeit zu verrichten. Entlastung durch Offensivaktionen gab es im ersten Durchgang kaum. Podolski nutzte zwar die einzige Chance, blieb ansonsten aber blass. Erst nach der Halbzeit entwickelte sich ein offeneres Spiel. Köln machte mehr Druck und hatte durch Martin Lanig (58.) sogar eine Ausgleichschance. Im Endeffekt setzte sich aber die spielerische Klasse der Hanseaten durch - auch wenn Abwehrprobleme erneut nicht zu übersehen waren.
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