Nach dem verpatzen Saisonstart (1:2 in Hamburg) und dem Krach zwischen Trainer Magath und den Fans steht Schalke 04 schon am zweiten Spieltag unter Druck. Diese Situation will Hannover ausnutzen. «Vielleicht hilft uns die Unruhe», sagte Coach Slomka vor dem Duell mit seinem Ex-Club, gegen den Hannover das letzte Mal am 11. Mai 2003 gewann. Den Gästen fehlt Neuzugang Carlitos (Kreuzbandriss). Bei den Schalkern ist Innenverteidiger Höwedes (Gelb-Rot) gesperrt. Dafür gehört der am Donnerstag verpflichtete Sarpei zum Aufgebot. (Heimbilanz: 12-6-3, 39:19 Tore) Werder Bremen - 1. FC Köln (Samstag, 15.30 Uhr) In der Champions-League-Qualifikation spielten die Bremer Almeida (Oberschenkelprobleme) und Hunt (Grippe) noch nicht mit. Gegen Köln sollen sie zur Startelf gehören. Dafür ist der Einsatz von Prödl (Knieprobleme) fraglich und noch ist unklar, ob Neuzugang Wesley spielen kann. Köln muss die komplette Innenverteidigung ersetzen: Für Geromel (Rückenprobleme) und den nach einer roten Karte gesperrten Mohamad werden McKenna und Pezzoni auflaufen. Der letzte Sieg der Rheinländer an der Weser ist fast 15 Jahre her. (Heimbilanz: 25-9-6, 83:49 Tore) Eintracht Frankfurt - Hamburger SV (Samstag, 15.30 Uhr) Frankfurt ist der Lieblingsgegner der Hamburger. In 39 von 82- Ligaduellen siegte der HSV. Der nächste Treffer der Hanseaten wäre der 150. gegen die Eintracht. Dort bekommt Ersatzkeeper Fährmann eine neue Chance, weil «Oldie» Nikolov (Muskelfaserriss) verletzt ist. Abwehrchef Chris (Leistenoperation) ist noch nicht fit. Dem HSV fehlt Nationalspieler Aogo (Rückenprobleme). Unklar ist, ob Trochowski (Achillessehnenprobleme) zum Kader gehört. In der zweiten Runde des DFB-Pokal treffen Frankfurt und Hamburg Ende erneut aufeinander. (Heimbilanz: 17-15-10, 66:58 Tore) 1. FC Nürnberg - SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr) Seit neun Monaten wartet Freiburg auf einen Auswärtssieg, der letzte gelang am 28. November 2009 ausgerechnet in Nürnberg. Bei den Badenern ruhen die Hoffnungen auf Rückkehr Abdessadkis. Die zuletzt angeschlagenen Butscher, Cissé und Rosenthal sind auch wieder voll einsatzfähig. Nürnbergs Gündogan war vor einer Woche in Mönchengladbach noch einer der Leistungsträger. Aber bei der Saison- Heimpremiere am Samstag fehlt er dem Club wegen eines grippalen Infekts. Für den 19-Jährigen spielt Frantz im Mittelfeld. (Heimbilanz: 2-1-2, 8:5 Tore) FC St. Pauli - 1899 Hoffenheim (Samstag, 18.30 Uhr) St. Pauli und Hoffenheim treffen erstmals in der Bundesliga aufeinander. In der 2. Liga gab es immerhin schon zwei Duelle der beiden: In Hoffenheim gab es vor zwei Jahren ein 1:1. Beim Rückspiel in Hamburg siegten die «Kiezkicker» 3:1. TSG-Coach Rangnick verzichtet auf Vier-Millionen-Euro-Neuzugang Rudy in der Startformation. Das Comeback von Angreifer Obasi (Stressfraktur im Schienbein) muss auch verschoben werden. Aufsteiger St. Pauli will nach acht Jahren wieder ein Heimspiel in der Bundesliga gewinnen. (Heimbilanz: 0-0-0, 0:0 Tore) Bayer Leverkusen - Borussia Mönchengladbach (Sonntag, 15.30 Uhr) Mönchengladbach muss im zweiten Saisonspiel auf de Camargo verzichten, der sich am Donnerstag einen Kapselriss im Sprunggelenk zuzog. Der Einsatz von Matmour (Achillessehne) ist ebenso fraglich wie der von Torhüter Bailly (Fußprellung). Bei Leverkusen dürften die in der Europa-League geschonten Ballack, Kießling und Hyypiä wieder zur Startelf gehören. Sollte Mönchengladbach der erste Sieg seit über 16 Jahren in Leverkusen gelingen, wäre dies zugleich die 100. Heimniederlage für Bayer in der Bundesliga. (Heimbilanz: 17-6-5, 58:31 Tore) VfB Stuttgart - Borussia Dortmund (Sonntag, 17.30 Uhr) Beim Bundesligastart noch punktlos, feierten beide Mannschaften am Donnerstag wichtige Erfolge in der Europa League. Im direkten Bundesliga-Duellen hatten die Schwaben meistens die Nase vorn (38 Siege in 85 Spielen). Außerdem ist Stuttgart seit fünf Spielen zu Hause ungeschlagen. Beim BVB fehlen weiterhin die verletzten Dedé und Blaszczykowski. Die Stuttgarter können wahrscheinlich wieder auf den zuletzt nicht nominierten Abwehrspieler Tasci setzen.
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