«Tasci bleibt beim VfB», betonte der dank der weiteren europäischen Präsenz nun auf einige Zusatz-Millionen bauende Bobic und deutete mit Blick auf das Dortmund-Spiel an: «Und ich bin mir sicher, dass er kurz davor steht, sein erstes Spiel zu machen.» Tasci selbst wollte kein weiteres Öl ins Feuer gießen. «Ich will spielen, aber der Trainer entscheidet», sagte der 23-Jährige, dessen bis 2014 datierter Vertrag eine Ausstiegsklausel haben soll. Mut für die Partie gegen Dortmund machte den Stuttgartern unabhängig von der brisanten Personalie Tasci die Moral, mit der sie ein peinliches Aus gegen den slowakischen Vizemeister trotz des 1:0- Hinspielsiegs in Bratislava noch abgewendet hatten. Denn dass Timo Gebhart (56.) und Christian Gentner (64.) den 0:2-Rückstand durch Martin Dobrotka (9.) und Jakub Sylvestr (53.) noch wettmachen konnten, war mehr dem Willen als spielerischer Klasse der Gastgeber zu verdanken. Begünstigt wurde die Aufholjagd vor 14 000 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena zudem von der Gelb-Roten Karte von Verteidiger Michal Breznanik (55.). «Das war eine fantastische Reaktion der ganzen Mannschaft», lobte Trainer Christian Gross dennoch. «Jetzt geht es darum, dass wir uns gut erholen und gegen Dortmund noch konzentrierter sind und noch kompakter auftreten und dem Gegner weniger Spielraum geben.» Treffender hätte es allerdings heißen müssen: Viel weniger. Denn wie Mainz hatte auch Bratislava in vielen Szenen gnadenlos gezeigt, dass die VfB-Defensive im Spätsommer 2010 auf tönernen Füßen steht. Gegen den BVB soll das Fundament schon fester sein. Das Team stimmte sich nach dem Abpfiff in einem großen Kreis mit den Ersatzspielern und allen Betreuern auf die kommende Aufgabe ein und auch Gross gelobte Besserung: «Die Mannschaft ist im Moment noch nicht so gefestigt, dass wir fehlerlos spielen. Aber wir arbeiten daran.»
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