Vom Fan zum Star: Kloses Rückkehr in die Pfalz
Frankfurt/Main (dpa) - 27.08.2010, 09:56 Uhr
Beim 1. FC Kaiserslautern schaffte Miroslav Klose (r) den Durchbruch.
Er ist in der Pfalz aufgewachsen, war erst Fan und dann Star der «Roten Teufel»: Die Rückkehr mit dem FC Bayern München an die alte Wirkungsstätte ruft bei Miroslav Klose viele schöne Erinnerungen wach. «Ich habe fünf Jahre als Profi beim FCK verbracht, zuvor als Fan auf der Tribüne gestanden und davon geträumt, einmal selbst unten auf dem Rasen zu stehen. Das gelang mir dann auch, gemeinsam mit Kaiserslauterer Helden wie Marschall, Schjönberg und Koch. Das war schon Wahnsinn», erzählte Klose vor dem Bundesliga-Gastspiel beim 1. FC Kaiserslautern am 27. August in einem auf der Bayern-Internetseite veröffentlichten Interview. Geboren im polnischen Oppeln, kam Klose als Achtjähriger in die Pfalz. Bei der SG Blaubach-Diedelkopf lernte er das Fußball- Einmaleins, ehe er beim FCK zum Senkrechtstarter avancierte. In 120 Bundesligaspielen erzielte er 44 Tore, die ihn für den Verein in doppelter Hinsicht wertvoll machten. Als das Gründungsmitglied der Fußball-Bundesliga in finanzielle Turbulenzen geriet, wechselte der Vater von Zwillingen 2004 für fünf Millionen Euro zu Werder Bremen. Drei Jahre später schaffte er den Sprung zum Branchenprimus nach München.
Die Verbindung zur Region ist dennoch nie ganz abgerissen. «Ich habe den größten Teil meiner Kindheit dort verbracht. Der Großteil meiner Familie lebt dort. Da kann man schon von Heimat sprechen. Ich komme natürlich sehr gerne zurück. Man kennt ja alles noch, die Fans, das Stadion», sagte Klose. Von seinen ehemaligen Mitspielern steht allerdings kein einziger mehr im aktuellen Aufgebot des Aufsteigers. «Ich bin jetzt schon über sechs Jahre weg, zwischendrin war der Club in der 2. Liga», meinte Klose, «aber zu Stefan Kuntz habe ich heute noch Kontakt.» Und natürlich zu den vielen Freunden und Familienmitgliedern. «Ich habe 50 Karten für alle bestellt», verriet der zweitbeste WM-Torschütze der Historie. |