Rudy nicht in Hoffenheims Startelf - Poker um Ramos
Zuzenhausen (dpa) - 26.08.2010, 15:39 Uhr
Adrian Ramos ist nicht so ohne weiteres von Hertha nach Hoffenheim zu lotsen.
Neuzugang Sebastian Rudy wird im Bundesliga-Auswärtsspiel von 1899 Hoffenheim beim FC St. Pauli nicht in der Startelf stehen. «Im Idealfall wird er im Kader sein», kündigte TSG-Trainer Ralf Rangnick an. Mit einem Einsatz des Anfang der Woche für vier Millionen Euro vom Liga-Rivalen VfB Stuttgart verpflichteten Talents rechnet Rangnick frühestens in zwei Wochen gegen Schalke 04. «Er ist nicht automatisch gesetzt, muss erst einmal die Abläufe kennenlernen», sagte der Coach. Im Spiel beim ebenfalls siegreich gestarteten Aufsteiger kann der erste Tabellenführer der jungen Saison aus dem Vollen schöpfen. Marvin Compper kehrte 48 Stunden vor der Partie ins Training zurück, auch Vedad Ibisevic (Wadenprobleme) dürfte rechtzeitig fit sein.
Einen Korb haben sich die Hoffenheimer auf dem Transfermarkt geholt. Zweitligist Hertha BSC hat ein Millionen-Angebot für Stürmer Adrian Ramos ausgeschlagen. Die Offerte «haben wir postwendend abgelehnt», sagte Hertha-Manager Michael Preetz. Die «Schmerzgrenze» beim Hauptstadt-Club dürfte laut übereinstimmenden Medienberichten bei einem Angebot von zehn Millionen Euro liegen. Diese Summe will Hoffenheim für Ramos aber nicht bezahlen, auch wenn durch den Verkauf von Carlos Eduardo zu Rubin Kasan rund 20 Millionen Euro in die Vereinskasse geflossen sind. «Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen», meinte Rangnick. Offen ist weiterhin auch das Comeback von Angreifer Chinedu Obasi. Der Nationalspieler aus Nigeria laboriert an einer Stressfraktur im Schienbein und musste dieser Tage einen ersten Belastungstest abbrechen. Mit seiner Rückkehr ist frühestens in vier Wochen zu rechnen, im schlimmsten Fall könnte Obasi die komplette Hinrunde ausfallen.
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