Wechsel? VfB-Bankdrücker Tasci grollt und schweigt
Stuttgart (dpa) - 26.08.2010, 12:30 Uhr
Stuttgarts Nationalspieler Serdar Tasci will den VfB eventuell verlassen.
Ein Wechsel von Serdar Tasci schien schon vom Tisch, aber nach seiner Degradierung zum Bankdrücker ist sein Abgang beim VfB Stuttgart wieder ein Thema. «Serdar hatte sich eigentlich klar zum VfB bekannt und seinen Vertrag frühzeitig verlängert. Jetzt müssen wir diese Aussagen von Christian Gross jedoch erst einmal sacken lassen und gegebenenfalls die Situation neu bewerten», sagte Tascis Berater Uli Ferber der «Bild»-Zeitung. VfB-Trainer Gross hatte angekündigt, den Fußball-Nationalspieler auch im Europa-League-Spiel gegen Slovan Bratislava auf die Bank setzen und erneut Georg Niedermeier und Khalid Boulahrouz in der Abwehr den Vorzug geben zu wollen. Schon die vergangenen Partien gegen Mainz 05, Bratislava, SV Babelsberg 03 und Molde FK hatte sich der 23-Jährige von außen anschauen müssen.
Sein Berater Ferber betonte deshalb: «Das Interesse von verschiedenen Clubs in Europa ist nach wie vor da.» Tottenham Hotspur, Zenit St. Petersburg und Juventus Turin sind Medienberichten zufolge im Gespräch. In der Sommerpause war Tasci schon einmal als heißer Kandidat beim Hamburger SV gehandelt worden. Trainer Armin Veh, mit dem er in Stuttgart 2007 deutscher Meister geworden war, wollte ihn verpflichten. Doch der VfB gab seinen Verteidiger nicht frei, der HSV holte stattdessen Heiko Westermann (Schalke 04). Insgesamt lief für Tasci in den vergangenen Wochen vieles schief. Das erhoffte Sommermärchen blieb für den 23-Jährigen ohne Happy End. Zunächst kam er bei der WM in Südafrika nur eine Minute zum Einsatz. Zum VfB zurückgekehrt, wurde Tasci auch dort Reservist - obwohl er von Verletzungen verschont blieb. Im Gegensatz zu seinem Berater schweigt der Verteidiger zu seiner Situation, aber die Unzufriedenheit ist ihm anzusehen. |