Magaths früherer Arbeitgeber Wolfsburg verfügt über finanzielle Reserven - und will diese auch gerne investieren. Misimovic gibt der Club nur ab, wenn es ebenbürtigen Ersatz gibt. Dieser ist nach dem geplatzten Diego-Deal aber (noch) nicht in Sicht. Rafael van der Vaart will nicht und Hamburgs Mladen Petric darf nicht. Auch bei 1899 Hoffenheim ist nach dem Verkauf von Carlos Eduardo zu Rubin Kasan für geschätzte 20 Millionen Euro die Vereinskasse voll. Trainer Ralf Rangnick schloss aber aus, dass diese Summe ausgegeben wird: «Wir werden nicht mit der Gießkanne rumlaufen und sinnlose Dinge tun. Das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen. Wenn jemand glaubt, dass wir einen Eduardo-Zuschlag zahlen, dann irrt er.» Am 23. August verpflichtete 1899 Sebastian Rudy für rund vier Millionen Euro vom VfB Stuttgart. Zudem liebäugelt die TSG mit Hertha-Stürmer Adrian Ramos und Nürnbergs Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan. Neben den Kreichgauern wollen Badener und Schwaben ebenfalls nicht geizen. Der VfB sucht nach einem Mittelfeldspieler. Wunschkandidat Vladimir Weiss ist zu den Glasgow Rangers gegangen, Stefan Aigner soll nun doch bei 1860 München bleiben. Geld hat der Verein durch die Verkäufe von Sami Khedira (Real Madrid) und Rudy zwar genug eingenommen, doch nicht alles soll und kann reinvestiert werden. Durch den Umbau des Stadions und die verpasste Champions-League-Qualifikation fehlen dem VfB in dieser Saison wesentliche Einnahmen. Der südliche Nachbar SC Freiburg hätte gerne einen weiteren Stürmer. Das Problem: Der Club hat weder viel Geld noch einen konkreten Kandidaten im Auge. Frankfurts Martin Fenin hat abgesagt. Die Eintracht zählt zu den Vertretern der Zunft, die das Spieler- Kaufhaus bis zum Ladenschluss am 31. August nicht mehr betreten wollen - wie neben den Bayern auch Mainz, Kaiserslautern, Nürnberg oder Borussia Dortmund. Trotz des Verkaufs von Nelson Valdez will der BVB nicht nachlegen. «Was die Transfers anbetrifft, waren wir in Vorleistung getreten», sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke.
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