«Das geht auf meine Kappe», entschuldigte sich Sippel, dessen Blackout dank der Torschützen Srdjan Lakic (2) und Ivo Ilicevic folgenlos blieb. Am 27. August kommen die Bayern - der «Betze» wird beben. Nicht minder spektakulär verlief der St. Pauli-Neustart: Fabian Boll, Richard Sukuta-Pasu und Fin Bartels machten im Breisgau aus dem 0:1 ein 3:1. «Der FC St. Gaudi ist wieder da», schrieb die «Bild am Sonntag». Top-Stimmung herrschte auch beim HSV. Beim Stelldichein der ehemaligen Real-Größen hatte van Nistelrooy im Duell gegen das Schalke-Duo Raúl/Christoph Metzelder das bessere Ende für sich. «Van the Man» traf beim 2:1 doppelt, Kumpel Raúl blieb farb- und torlos. Metzelder war bedient: «Wir haben uns selbst bestraft.» Jefferson Farfan erzielte zehn Minuten vor dem Ende das 1:1. Magath forderte neue Kräfte: «Da müssen wir in den nächsten Tagen tätig werden.» Bei Hannover 96 gibt es nach dem 2:1 gegen Eintracht Frankfurt vorerst keinen Grund in Sachen Mirko Slomka aktiv zu werden, bei Werder Bremen kündigte Thomas Schaaf nach dem 1:4 als Gast von 1899 Hoffenheim eine schonungslose Analyse an. Drei Tage nach der Gala gegen Genua gab die Schaaf-Elf Rätsel auf: «Sie hat sich den Dingen ergeben. Dafür gibt es keine Erklärung.» Torsten Frings, der per Handelfmeter zum 1:0 (3.) traf, hatte eine: «Danach haben wir das Fußballspielen eingestellt.» In Mönchengladbach rettete Neuzugang Mohamadou Idrissou der Borussia beim 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg nach dem Rückstand durch Jens Hegeler wenigstens einen Punkt, Slomkas 96er betrieben mit dem Erfolg gegen Frankfurt Maßnahmen zur Arbeitsplatzerhaltung. Der Coach darf nach dem Pokal-K.o. von Elversberg «und diesen turbulenten Tagen, wo der Druck schon massiv war», erst einmal durchatmen. Mittelfeldspieler Christian Schulz blieb skeptisch. «Wir wissen ja, wie schnell hier wieder Unruhe aufkommt.»
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