Es war ein Gala-Auftritt wie zu besten Zeiten: Mit dem 4:1 gegen Werder Bremen hat 1899 Hoffenheim zum Saisonstart in der Fußball-Bundesliga ein dickes Ausrufezeichen gesetzt.
«Wie wir in der ersten Halbzeit gegen den Ball gespielt haben, war sehr gut», lobte Trainer Ralf Rangnick. Und Abwehrspieler Marvin Compper befand: «Wir haben unsere Stärken gezeigt und sind wieder als Mannschaft aufgetreten. Jeder ist für den anderen gelaufen und an die Grenzen gegangen.»
Nach den heftigen Turbulenzen in der Vorsaison, als Rangnick sogar vor dem Absprung stand, haben die Hoffenheimer ihre innere Balance wiedergefunden. Sechs Profis, darunter der vor einem Wechsel zu Rubin Kasan stehende Carlos Eduardo, wurden ausgemustert. «Jeder Spieler, der in Hoffenheim ist, hat sich dem Erfolg unterzuordnen. Das war nicht immer so bei Carlos», redete Kapitän Andreas Beck Klartext.
Gegen Bremen trat das Team als Einheit auf und zauberte teilweise wie in der begeisternden Hinrunde des Aufstiegsjahres 2008. «Die Stimmung ist gut, das Selbstvertrauen wieder da», erklärte Sejad Salihovic. «Wir haben gezeigt, was für einen Fußball wir spielen können», frohlockte Tobias Weis. Dies sollen auch andere Gegner zu spüren bekommen. «Wir müssen den Weg weitergehen», forderte Rangnick.