Hätte der überlegene HSV beim zwischenzeitlichen 1:1 gegen nur noch zehn «Königsblaue» - Benedikt Höwedes sah wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot - lediglich einen Punkt gewonnen, wäre die Fußball-Welt aus den Fugen geraten. «Aus vielen Chancen haben wir nur zwei Tore gemacht», haderte HSV-Neuverpflichtung Heiko Westermann, der bei Schalke Kapitän war und es auch jetzt in Hamburg ist. Nicht nur van Nistelrooy erntete bei der Bundesliga-Premiere von Trainer Armin Veh auf der HSV-Bank Lob. «Dass der Zé Roberto in dem Alter noch so schnell ist - hervorragend.» Der 36 Jahre alte Brasilianer hatte den zweiten Ruud-Treffer mit einem Sprint am linken Flügel vorbereitet. Auch Mladen Petric auf der Position hinter der Spitze bewährte sich. «Wenn es so läuft wie heute, mache ich die Drecksarbeit gerne», versicherte der Kroate. Schalke-Trainer Magath, der von einer Fan-Gruppierung als Diktator gegeißelt wird, beklagte bei den Seinen Defizite auf den Außenbahnen, weil die angestammten Verteidiger Tim Hoogland und Christian Pander verletzt sind. «Diese Positionen sind ein kleines Problem bei uns», bekannte Magath, der nicht müde wird, Verstärkungen zu fordern. «Wir brauchen noch den einen oder anderen. Da müssen wir in den nächsten Tagen tätig werden.» Allerdings will der 57-Jährige vor allem die Offensive aufrüsten. Beim HSV ist ein Verkauf von Flügelflitzer Eljero Elia an den VfL Wolfsburg oder Juventus Turin kein Thema. «Ausgeschlossen. Den geben wir nicht her», beteuerte Veh. «Dann bräuchten wir ja wieder einen Neuen. Wir hätten doch überhaupt keine Zeit, einen zu finden.»
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