Van Nistelrooy lässt HSV jubeln: 2:1 gegen Schalke
Hamburg (dpa) - 21.08.2010, 20:37 Uhr
Hamburgs Ruud van Nistelrooy (r) schießt neben dem Schalker Hao Junmin (l) und Teamkollegen Guy Demel aufs Tor.
Dank des Torinstinkts von Ruud van Nistelrooy hat der Hamburger SV Vizemeister Schalke 04 zum Bundesliga-Auftakt in die Schranken gewiesen. Im Spitzenspiel unterlagen die Gelsenkirchener den Norddeutschen vor 57 000 Zuschauern im Hamburger Volkspark mit 1:2 (0:0). Van Nistelrooy sorgte mit zwei Treffern (46./83. Minute) für den ersten Heimsieg der Hanseaten gegen die Schalker nach fünf Jahren. «Das ist ein Supertag, nicht nur vom Resultat her. Wir haben als Mannschaft funktioniert», sagte der Doppeltorschütze. Jefferson Farfan (80.) traf für «Königsblau». Neuerwerbung Raul, der nach gut einer Stunde enttäuscht den Platz verließ, ging auf Schalker Seite leer aus. Die letzten 30 Minuten mussten die Schalker mit zehn Mann auskommen, weil Benedikt Höwedes wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah (60.) «Wir haben die ersten 30 Minuten guten Fußball gespielt, aber dann haben wir das Spiel aus der Hand gegeben. Ich weiß nicht warum», sagte Schalkes Kapitän Manuel Neuer. Rückkehrer Christoph Metzelder meint: «Wir haben kurz vor der Halbzeit den Faden verloren.»
Mit einer erstaunlich defensiven Formation wollte Schalke-Trainer Felix Magath («Der Knaller zu Beginn gefällt mir») den offensiven Hamburgern den Schneid abkaufen. Überraschenderweise wurde Abwehrspieler Kyriakos Papadopoulos ins defensive Mittelfeld und Mittelfeldspieler Joel Matip wegen des Gefahrenherdes Eljero Elia auf die Rechtsverteidiger-Position beordert. Dagegen hielt auf der Gegenseite Trainer Armin Veh bei seiner Hamburger Bundesliga-Premiere an seinem bevorzugten 4-2-3-1-System mit Rauls früherem Real-Madrid-Teamkollegen van Nistelrooy als einziger Spitze fest. Die Gastgeber nutzten die zunächst verhaltene Spielweise der Schalker und inszenierten vom Anpfiff weg Torchancen. Ohne seine Nationalspieler Dennis Aogo (Ischiasnerv) und Piotr Trochowski (Achillessehnenprobleme), dafür mit Marcell Jansen, der zuletzt wegen eines grippalen Infektes pausieren musste, gingen die Hanseaten couragiert zu Werke. Zunächst unterlief Jermaine Jones (2.) bei einem HSV-Angriff beinahe ein Eigentor, dann scheiterte Torjäger van Nistelrooy mit einem Drehschuss (5.). |