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Borussia Dortmund schreibt rote Zahlen

Dortmund (dpa) - 20.08.2010, 15:21 Uhr

Hans-Joachim Watzke erläutert in Dortmund auf der Bilanz-Pressekonferenz die Finanzlage des Fußballclubs.
Hans-Joachim Watzke erläutert in Dortmund auf der Bilanz-Pressekonferenz die Finanzlage des Fußballclubs.

Deutschlands einziger börsennotierter Fußballclub Borussia Dortmund hat im vergangenen Geschäftsjahr seine Gewinnziele verfehlt und rote Zahlen geschrieben.

Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA verbuchte beim operativen Ergebnis wegen geringerer Einnahmen beim Sponsoring und bei der TV-Vermarktung einen Verlust von knapp 2,7 Millionen Euro, teilte der BVB in Dortmund mit. Geplant war im Geschäftsjahr 2009/10 (30. Juni) ein positives operatives Ergebnis.

Im Konzern lag der Verlust mit 6,1 Millionen Euro (Vorjahr: minus 5,9 Millionen Euro) deutlich höher. Begründet wird dies mit erhöhten Abschreibungen auf das Stadion. Der Konzernumsatz fiel zwar zurück, erfüllte mit 110,1 (114,7) Millionen Euro aber die eigenen Erwartungen. Im laufenden Geschäftsjahr rechnet die Geschäftsführung wieder mit schwarzen Zahlen und einem höheren Umsatz.

«Wir sind mit dem Ergebnis nicht komplett zufrieden, aber auch nicht komplett unzufrieden», sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. «Aus Fansicht haben wir, glaube ich, eine ganz gute Saison gespielt.» Die durchschnittliche Zuschauerzahl habe bei 76 500 gelegen - neuer Rekord. Dortmund zähle insgesamt 3,75 Millionen Fans. Auch die Schulden seien verringert worden - um 2 Millionen auf nun 59,2 Millionen Euro. Watzke betonte, dass die Führung bei ihrer stringenten Philosophie bleibe, «nicht mehr Geld auszugeben, als wir einnehmen».

Watzke rechtfertigte die derzeitige Vereinspolitik, nur wenige Spieler zu verkaufen. Angebote habe es genug gegeben. «Es war wichtig für uns, den sportlichen Aufwärtstrend nicht mit dem Verkauf eines Leistungsträgers zu stoppen. Am Ende des Tages hängt die Strahlkraft der Marke Borussia Dortmund vor allem am sportlichen Erfolg.»

Die Aktionäre müssen zehn Jahre nach dem Börsengang weiter auf ihre erste Dividende warten. «Eine Dividende wird dann ein Thema, wenn wir nachhaltig Überschüsse erwirtschaften», sagte Watzke. Der Club, der vor fünf Jahren knapp an der Insolvenz vorbeigeschrammt war, hatte die Aktien beim Börsengang im Herbst 2000 für jeweils 11 Euro ausgegeben. 82,7 Prozent der Aktien sind in Streubesitz.


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