FCK-Comeback in Bundesliga - Kurz ohne Zweifel
Kaiserslautern (dpa) - 19.08.2010, 16:11 Uhr
Kaiserslauterns Trainer Marco Kurz treibt seine Spieler an.
Nach vier Jahren in der Zweitklassigkeit startet der 1. FC Kaiserslautern mit Selbstvertrauen und Zuversicht in die Bundesligasaison. «Wir sind selbstbewusst und haben keine Angst. Unser Ziel ist der Klassenverbleib, dafür müssen wir besser als drei andere Vereine sein», sagte Trainer Marco Kurz vor dem Aufgalopp am 21. August beim 1. FC Köln. Begleitet werden die «Roten Teufel» zu ihrem Comeback in der Eliteklasse von rund 5000 Fans. Ein weiteres Indiz dafür, wie groß die Begeisterung in der Pfalz ist. «Für uns ist das natürlich alles spannend. Wenn du so lange weg warst, findest du zu jedem Spiel eine Geschichte. In Köln sind wir 1991 Meister geworden, 2008 haben wir gegen sie den Verbleib in Liga zwei geschafft», meinte Vorstandschef Stefan Kuntz.
Der schwer erkämpfte Sieg in der 1. Runde des DFB-Pokals beim Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück hat dem FCK ordentlich Rückenwind verliehen. «Das hat zusätzliches Selbstvertrauen gegeben. Immerhin war es mit das schwerste Los. Es gibt keine Selbstzweifel in der Mannschaft», erklärte Kurz. Er setzt auf die bewährten Tugenden Einsatz und Laufbereitschaft. «Wir wissen, dass wir nicht wie in der 2. Liga als Favorit in die Spiele gehen, sondern Außenseiter sind. Wir werden uns gegen die Etablierten mit großem Engagement zur Wehr setzen», meinte der Coach. Mut schöpfen die Pfälzer auch aus der Statistik. Seit der Jahrtausendwende haben sie vier Bundesligaspiele in Köln bestritten - und alle vier gewonnen. |
Welcher Elf er zum Auftakt das Vertrauen schenken wird, wollte Kurz 48 Stunden vor dem Anpfiff nicht verraten. «Es wird Härtefälle geben», kündigte der 41-Jährige an. Nicht nur in der Offensive, wo sich vier Stürmer um zwei Plätze bewerben, hat er die Qual der Wahl. «Wir haben eine qualitativ gut aufgestellte Mannschaft, in der viele Spieler gleichwertig sind», sagte Kurz. Selbst Pokal-Held Erwin Hoffer, der den FCK beim 3:2 in Osnabrück mit zwei Toren in der Verlängerung weiter schoss, muss um seinen Einsatz bangen. «Die zwei Tore sind kein Freifahrtschein, dass er spielt», stellte Kurz klar. Anders als in Osnabrück müssen die Lauterer von Beginn an hellwach sein. «Im Pokal haben wir eine Halbzeit lang richtig schlecht gespielt. Das können wir uns in Köln nicht leisten», mahnte Abwehrspieler Florian Dick. Die Pokalpartie sei ein Warnschuss zur rechten Zeit gewesen. «Das hat uns wachgerüttelt. Wir werden 90 Minuten Gas geben», versprach Dick.
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