Meister Bayern hingegen verfolgte eine andere Strategie und investierte keinen Cent in Neue, ließ sich aber die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Thomas Müller um zwei weitere Jahre bis 2015 einiges kosten. An einen Königstransfer wie 2009, als Mario Gomez für 30 Millionen Euro aus Stuttgart kam, war in diesem Sommer nicht zu denken. Stattdessen gaben die Münchner «Altlasten» wie Luca Toni (FC Genua) oder zuletzt Andreas Görlitz (FC Ingolstadt) ab. Dass für beide Spieler keine Ablöse verlangt wurde, spiegelt weitere Bundesligatrends wider: Wechsel kommen in zunehmendem Maße ohne finanzielle Entschädigung zustande, immer mehr Vereine vertrauen Spielern aus den eigenen Jugend- und Amateurteams. Der FC Schalke 04 will dagegen nach dem ablösefreien Zugang von Gala-Kicker Raul (Real Madrid) die Shoppingtour fortsetzen und weitere großen Namen verpflichten. Die nötigen Erlöse wurden bereits erzielt. Für die Verteidiger Rafinha, der in Genua ein Wiedersehen mit Luca Toni feiert, und Heiko Westermann (Hamburger SV) flossen 15,5 Millionen in die «königsblaue Kasse». Als zurückhaltendster «Investor» erwies sich der FC St. Pauli, der nur 250 000 Euro ausgab. In Dortmund und Mainz war man dagegen glücklich, durch den Abgang launischer Stürmer noch einmal Kasse zu machen: Nelson Valdez (Hercules Alicante) brachte vier Millionen Euro ein, Aristide Bancé (Al Ahli FC Dubai) sogar fünf Millionen Euro.
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