Schalke-Coach Magath verteidigt Führungsstil
Düsseldorf (dpa) - 19.08.2010, 17:55 Uhr
Schalkes Coach Felix Magath beim Training.
Felix Magath hat sich gegen Kritik an seinem Führungsstil beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04 zur Wehr gesetzt. Kurz vor dem Start in die neue Saison unterstrich der Trainer und Vorstand in Personalunion seinen Machtanspruch. «Wer mich holt, weiß, wen er holt. Meine Konzepte sind bekannt, meine Methoden ebenso», sagte Magath dem «Hamburger Abendblatt» in einem Interview. Schalkes Aufsichtsratschef Clements Tönnies stellte sich anschließend demonstrativ an Magaths Seite. «Felix Magath hat einen autoritären Führungsstil, das ist auch für mich manchmal nicht einfach, hat aber nichts mit Diktatur zu tun», sagte Tönnies auf der obligatorischen Pressekonferenz vor dem Spiel am 21. August beim Hamburger SV. Doch angesichts des angespannten Verhältnisses zwischen Fans und Trainer räumte Tönnies ein: «Ich mache mir Sorgen um Schalke 04.»
In der vergangenen Woche wurde Schalkes langjähriger Fan- Beauftragter Rolf Rojek überraschend von seinen Aufgaben entbunden. Die Fans reagierten mit harscher Kritik. Magath konterte: «Ich kann die Befürchtungen der Fans nicht verstehen oder nachvollziehen, denn ich habe mich nicht gemeldet und gesagt, ich will nach Schalke, sondern Clemens Tönnies ist nach Wolfsburg gefahren und hat gesagt, ich brauche einen starken Mann.» Wenn das jetzt nicht mehr gewünscht sei, «bin ich der falsche Mann», betonte Magath auf der Pressekonferenz. Die vielen Personalveränderungen im gesamten Verein seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr begründete der 57-Jährige mit den Worten: «Ich brauche ein professionelles Umfeld vom Zeugwart bis zum Fan- Beauftragten, das allein ein Ziel kennt: Erfolg.» |