Tröten verboten - Vuvuzelas teilweise verbannt
Berlin (dpa) - 17.08.2010, 11:50 Uhr
Schon bei den WM-Fanfesten hingen Verbotsschilder für Vuvuzelas aus.
Tröten verboten: Wenn die Fußball-Bundesliga in die Saison 2010/2011 startet, bleiben die Vuvuzelas in den meisten deutschen Stadien still. Einige Clubs haben klare Verbote ausgesprochen, andere setzen auf die Vernunft der Fans. «Der aufdringliche Sound der Tröten würde die gewohnte Stimmung in unserer Arena extrem negativ verändern», sagte Werder Bremens Vereinschef Klaus Allofs über die Vuvuzela-Verbannung aus dem Weserstadion. «So wie wir die afrikanische Fan-Kultur akzeptieren, möchten wir auch, dass Fußball bei uns weiterhin mit all seinen Emotionen so rüberkommt, wie wir ihn lieben», betonte Allofs. Während der Weltmeisterschaft in Südafrika hat das Plastik-«Instrument» die Fußball-Welt gespalten: Symbol für ein großartiges Spektakel und irgendwie auch südafrikanisches Kulturgut für manche, für viele aber einfach nur nerviges und monotones Getöse.
«Droht» die Vuvuzela nun auch der höchsten deutschen Spielklasse? Müssen die TV-Sender wie schon während der WM einen erheblichen technischen Aufwand betreiben, um die akustische Qualität der Live-Übertragungen zu gewährleisten? Eher nicht, glaubt Kölns Fan-Sprecher Rainer Mendel. «Die Vuvuzelas haben eine Tradition in Südafrika, die man für vier Wochen ertragen kann», sagte er. Aber auch ohne Verbot würden sie sich in Deutschland nicht durchsetzen. Dennoch haben die Vereine in Bremen, Mönchengladbach, Stuttgart, Freiburg, Nürnberg und Dortmund klare Regeln ausgesprochen. Kein Zutritt für Vuvuzela-behängte Fans. In Stuttgart hat das Ordnungsamt der Stadt ein Verbot für die Heimspiele des VfB und des Regionalligisten Kickers erlassen. Begründung: Vuvuzelas können einen derart hohen «Schalldruckpegel» erzeugen, dass «bei deren Gebrauch Verletzungen von Personen nicht auszuschließen sind». |