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Deutsche Fußball-Liga stärkt Sky den Rücken

Unterföhring (dpa) - 16.08.2010, 18:44 Uhr

Die DFL stärkte dem Pay-TV-Sender Sky den Rücken.
Die DFL stärkte dem Pay-TV-Sender Sky den Rücken.

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat dem in der Krise steckenden Bezahlsender Sky nach den jüngsten Negativ-Schlagzeilen den Rücken gestärkt.

«Ich halte mich gerne an die Fakten. In den letzten Jahren wurden alle Rechnungen von Sky pünktlich bezahlt. Ich gehe davon aus, dass dies auch in Zukunft der Fall sein wird», sagte DFL-Geschäftsführer Tom Bender in Unterföhring. Zuletzt hatte es aus Reihen von Bundesliga-Vereinen Kritik an Sky Deutschland gegeben.

Der Sender (früher Premiere) hatte vor kurzem die mittlerweile siebte Kapitalerhöhung angekündigt, um sich frisches Kapital zu besorgen und rechnet vorerst nicht mit schwarzen Zahlen. Auch am Konzept des Senders war danach Kritik geübt worden. Die DFL hatte sich seither stets an die Seite des Münchner Konzerns gestellt:«Im Übrigen stehen wir mit Sky in einem konstruktiven Dialog: Erst am Rande des Champions Leagues Finales in Madrid haben Ligapräsident Dr. Rauball und mein Kollege Christian Seifert mit James Murdoch gesprochen. Er hat dabei vermittelt, dass Sky Angebotein absehbarer Zeit Gewinne machen wird und er das Unternehmen weiter ausbauen möchte.»

Der Geschäftsführer des VfL Wolfsburg, Thomas Röttgermann, sagte im «Handelsblatt», die Vereine seien stark genug, auch einen eigenen Sender auf die Beine zu stellen. «Die Liga muss am Szenario eines eigenen Senders arbeiten», sagte Röttgermann. Bei Sky erwartet man, dass die Liga die Partnerschaft mit dem Sender fortführen wolle.

Sorgen macht sich die DFL in dem vorab übermittelten Statement nicht. «Die Rechteperiode läuft bis zum Sommer 2013. Wir gehen nicht davon aus, dass es innerhalb der laufenden Rechteperiode dazu kommt, dass eine Alternative zu den aktuellen Partnern überhaupt nötig würde. Und das gilt ganz grundsätzlich und nicht nur auf unseren Partner Sky bezogen», sagte Bender.

In Branchenkreisen wird darüber spekuliert, dass die Verhandlungen über die Rechtevergabe bereits im Herbst 2011 beginnen könnten, eineinhalb Jahre vor Vertragsende. Von den rund 412 Millionen Euro, die für Fernsehrechte der am 20. August beginnenden Saison in die Kassen der Vereine fließen, kommen 240 Millionen Euro von Sky Deutschland.


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