Mit viel Optimismus, aber ohne den entschuldigten Markus Allbäck hat der sportlich angeschlagene Fußball-Bundesligist Hansa Rostock seine Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte aufgenommen.
«Es ist eine große Herausforderung, die Klasse zu halten. Aber ich glaube daran. Wir müssen alles andere unterordnen», forderte Trainer Jörg Berger zum Trainingsauftakt im neuen Jahr nach nur 15 Urlaubstagen. «Wir haben etwas gut zu machen. Das gilt es einzulösen», gestand Abwehrspieler Delano Hill ein. Neben Allbäck fehlte auch Marko Vorbeck wegen eines grippalen Infektes.
Nach Abschluss der erste Halbserie beträgt der Abstand der Rostocker auf einen Nichtabstiegsplatz sechs Punkte. Dazu hat Hansa den 39 Jahre alten Bundesliga-Negativrekord von Tasmania Berlin mit acht Heim-Pleiten in Folge eingestellt. Am 22. Januar soll es im Heimspiel gegen Schlusslicht SC Freiburg mit dem ersten Sieg vor eigenem Publikum klappen. «Wir haben nach dem 1:1 gegen Dortmund gesehen, dass wir gut spielen können. Ich glaube, wir haben eine gute Chance, den Klassenerhalt zu schaffen», sagte Stürmer Rade Prica.
Auf der Suche nach Verstärkungen ist der Bundesligist noch nicht fündig geworden. Im Gespräch sind bei den Mecklenburger die Hertha-Profis Marko Rehmer und Michael Hartmann sowie der argentinische Defensivspieler Cristian Alvarez vom spanischen Erstligisten Racing Santander. Auf neue Spieler drängt Trainer Jörg Berger, der die aussortierten Marko Vorbeck und Godfried Aduobe ziehen lassen will. «Ich habe mit dem Vorstand gute Gespräch geführt. Wir haben ausgelotet, was möglich ist und was uns weiter hilft», erklärte Berger. Die Wechselfrist endet am 31. Januar.