Das kann weder im Interesse des Profis und der Vereine liegen. Özil, dessen Vertrag im Sommer 2011 endet, hat sich bisher zu seinen Zukunftsplänen reserviert geäußert und stets auf seinen laufenden Kontrakt bei Werder verwiesen. Bleibt er in Bremen, könnte er nach der Spielzeit ablösefrei wechseln. Real-Trainer Jose Mourinho ging da schon mehr in die Offensive. Er möchte nach Sami Khedira, der beim 4:2-Sieg im Elfmeterschießen gegen Bayern München seinen ersten Auftritt im «weißen Ballett» feierte, einen zweiten deutschen WN-Star in seinem Team haben. «Özil ist ein sehr guter Spieler. Wenn er kommt, wäre es natürlich Klasse», sagte Mourinho. Der Startrainer will den Bremer Spielmacher als Ersatz für seinen verletzten brasilianischen Regisseur Kaká verpflichten, der am linken Meniskus operiert wurde und mindestens vier Monate ausfällt. Mourinho hat einen möglichen Özil-Transfer trotz der Bremer Weigerung noch längst nicht abgeschrieben: «Sein Trainer hat Nein gesagt, aber mal sehen, wie es weitergeht.» Mit Khediras Premiere war Mourinho einverstanden. «Er hat Charakter und eine gute Mentalität gezeigt. Khedira ist ein wichtiger Spieler für uns», sagte Mourinho. Der deutsche Nationalspieler, der für 14 Millionen Euro vom VfB Stuttgart nach Madrid wechselte, lieferte an der Seite von Weltmeister Xabi Alonso allerdings eine unauffällige Partie. «Ich hätte ihn eigentlich schonen müssen, weil er erst seit vier Tagen im Training ist», erklärte Mourinho.
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