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Rafinha: «Magath und ich - das passt nicht»

Düsseldorf (dpa) - 11.08.2010, 09:31 Uhr

Rafinha hatte beim FC Schalke 04 mit Trainer Magath keinen leichten Stand.
Rafinha hatte beim FC Schalke 04 mit Trainer Magath keinen leichten Stand.

Der brasilianische Fußballprofi Rafinha lässt auch nach seinem Wechsel von Schalke 04 zum FC Genua kaum ein gutes Wort an seinem ehemaligen Trainer Felix Magath. «Magath und ich - das passt nicht», sagte der 24 Jahre alte Rafinha der «Sport Bild».

«Wir Brasilianer stören ihn mit unserer Art. Wir reden viel, lachen. Er ist dagegen ruhig, arbeitet und ist konzentriert. Bei ihm ist Arbeit Arbeit, aber nicht unbedingt Spaß. Manchmal hätte ich auch zum Militär gehen können», sagte Rafinha, der für rund acht Millionen Euro nach Genua transferiert wurde.

Rafinha berichtete in dem Interview auch von «Zoff» zwischen ihm und Magath. Der Trainer habe ihn vor einem Pokal-Halbfinale gegen Bayern München aus dem Kader genommen und danach «sehr aggressiv mit mir geredet, mich provoziert und angemeckert. Ich habe ihm auch eine heftige Antwort gegeben. Ich bin kein Kind mehr, sondern erwachsen. Ich habe mir das nicht bieten lassen. Da hat es geknallt.» Magath habe sich danach vor der Schalker Mannschaft bei Rafinha für seine Wortwahl entschuldigt.

Für einen Brasilianer sei es schwer, mit Magath zu arbeiten. «Es ist hart. So, wie er mich behandelt hat, könnte ich nun brasilianischer General werden», ergänzte Rafinha. Vorwürfe, er habe sich nicht ausreichend mit dem FC Schalke identifiziert, seien «unglaublich. Ich habe rund 30 Spiele pro Saison gemacht. Solche Aussagen von Verantwortlichen schmerzen, weil sie auch falsch sind. Es hat am Ende eben nicht mehr gepasst», sagte Rafinha.

Doch Rafinha bedankte sich auch bei Magath, bei dem Erfolg «über allem steht, das zählt». Das Verhältnis zwischen ihm und dem Trainer sei wie zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gewesen. «Aber sehr, sehr professionell.» Geredet hätten er und Magath «wenig». Bei ihm persönlich seien «Geschichten aufgebauscht» worden, berichtete Rafinha. «Ich wurde teils regelrecht verfolgt.» Ob der Profi mit dieser Aussage auch auf Magath zielt, ließ er offen.


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