Während die Bayern mit einem 2:0 gegen Schalke den Supercup gewannen und tags darauf bei der Wahl zum «Fußballer des Jahres» und «Trainer des Jahres» kräftig abräumten, landeten sie bei den strengen Kleiderkontrolleuren nur im Niemandsland der Tabelle. Platz 13 wird mit den Worten begründet: «Sie sind so gut, da ist es einfach egal, was sie anhaben! Nach diesem Motto scheinen die Trikot-Verantwortlichen von Bayern-München schon länger zu verfahren. Zugegeben, die Längsstreifen haben in diesem Fußballverein Tradition. Aber es geht auch ohne optische Belästigung durch Streifen-Chaos, hier ließe sich ein schönes Trikot zaubern, man müsste nur wollen.» Nur zum Relegationsplatz reichte es für Michael Ballacks neuen Arbeitgeber Bayer Leverkusen. «Ein Trikot wie ein Verbots-Schild im Straßenverkehr, das jeden Spieler wie 'durchgestrichen' aussehen lässt», urteilen die Fachleute. Absteiger Mainz kickt demnach in einem «roten Sack mit Ärmeln», und das abgeschlagene Schlusslicht Borussia Mönchengladbach hat leider «keinen Schnitt, kein innovatives Material, die pure Abwesenheit jeglichen Designs». Glücklicherweise lässt sich aber über (fast) nichts so gut streiten wie über Fußball und guten Geschmack. So ist für die Fach-Jury der «Frankfurter Rundschau» das Freiburg-Trikot Abstiegskandidat statt Meister-würdig. «Lappeduddlig» sei die Botschaft des Hemdes - zusammengesetzt aus den Begriffen «Lappen» und «duddlig».
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