Frings: Nur noch Werder - Neuzugang in der Kritik
05.08.2010, 15:35 Uhr
Torsten Frings will bei Werder Bremen seine Karriere beenden.
Bremen (dpa) - Der frühere Fußball-Nationalspieler Torsten Frings will seine Karriere bei Werder Bremen beenden. «Ich bin absoluter Bremer. Ich habe nicht vor, hier noch einmal wegzugehen, auch was mein späteres Leben betrifft», wird Frings in einem Interview mit mehreren Zeitungen zitiert. Der Vertrag des 33-Jährigen läuft Ende der kommenden Saison aus. Erste Gespräche über eine mögliche Vertragsverlängerung mit Clubchef Klaus Allofs habe es bereits gegeben. Ziel des Mittelfeldspielers sei es, nach 2011 mindestens noch ein Jahr für Werder zu spielen. «Ich glaube nicht, dass ich mit Allofs über einen Drei- oder sogar Vierjahresvertrag verhandeln muss. Ein Jahr wäre in Ordnung, ich will gar nicht länger planen.» Damit scheint eine Rückkehr zu Alemannia Aachen endgültig vom Tisch. Der in Würselen in der Nähe von Aachen geborene Frings spielte bis 1994 für die Alemannia und hatte in der Vergangenheit auch den Wunsch geäußert, seine Karriere in seiner Heimat ausklingen zu lassen.
Derweil eckte Werders österreichischer Neuzugang Marko Arnautovic nur wenige Wochen nach seiner Verpflichtung erstmals an. Trainer Thomas Schaaf verdonnerte das 21 Jahre alte Offensivtalent im Trainingslager im österreichischen Bad Waltersdorf zu einem Straftraining. Der Sechs-Millionen-Neuzugang von Twente Enschede, der zuletzt an Inter Mailand ausgeliehen war, hatte eine Schiedsrichterentscheidung von Schaaf im Training nicht akzeptieren wollen und den Ball weggeschlagen. Schaaf ließ Arnautovic erst Liegestützen machen und schickte das Talent später zum Laufen von Strafrunden. Zuvor hatte Frings in seinem Interview bereits deutliche Kritik an Arnautovic geäußert. «Marko ist technisch gut und schnell, hat aber auch eine eigenwillige Art, die er einen Tick weit ablegen muss - gerade in Bremen», sagte Frings über den Österreicher. «Er muss schauen, dass er weniger arrogant erscheint, das kommt in Bremen nicht so gut an», befand Frings über das Auftreten des 21-Jährigen. |