Der junge Trainer des FSV Mainz 05, Thomas Tuchel, gewann dem Turnier in Südafrika «interessante Aspekte» ab. Er rühmte die offensiven Laufwege der deutschen Mannschaft im System 4-2-3-1, das Verhalten der brasilianischen Defensive «mit seinen überragenden Innenverteidigern» oder die Ballzirkulation und die Angriffs- Auslösung bei Weltmeister Spanien. Doch auch Tuchel schränkte den Ideen-Zugewinn durch die WM- Ereignisse stark ein. Grundsätzliche Taktik-Trends würden sich eher im Vereinsfußball ergeben, «weil dort eine viel intensivere Arbeit mit der Mannschaft möglich ist». Logisch, denn im Club arbeiten die Trainer tagtäglich mit ihren Spielern, ein Nationalcoach wie Joachim Löw hat diese Möglichkeit nur eingeschränkt. Van Gaal und Marco Kurz von Erstliga-Rückkehrer 1. FC Kaiserslautern stimmten bei einem Teilaspekt der WM überein. «Die Vorrundenspiele habe ich zum großen Teil als wenig hochklassig wahrgenommen», erklärte Kurz. Auch der Bayern-Coach gab nachträglich keine guten Noten, die Vorrunde sei zu sehr vom Defensivverhalten geprägt gewesen: «Die meisten Länder haben da gezeigt, dass sie nicht angreifen können.» Nur Chile, Argentinien, Spanien und Deutschland hätten das in der Gruppenphase «in gutem Stil getan». Van Gaals Credo, auch bei den Bayern: «Ich will attraktiv spielen und dominant gewinnen. Das ist das Schwierigste überhaupt. Aber es ist das Ziel.» Die Bayern als Vorbild für Nationalteams...
 |