Der HSV-Chef kritisierte die Haltung des DFB, der den Schweizer unter Druck gesetzt hatte. «Ich habe kein Verständnis dafür, dass Urs Siegenthaler nun zu einer Entscheidung gezwungen wurde. Die Absicht, eine Funktion beim HSV zu übernehmen, ist seit Februar bekannt und mit den verantwortlichen Leuten beim DFB abgestimmt. Dass eine Doppelfunktion nun vier Tage vor Arbeitsbeginn ein unlösbares Problem darstellen soll, ist nicht nachvollziehbar», sagte Hoffmann auf der Homepage des Vereins. Noch am Vormittag hatte der DFB-Chefscout um Bedenkzeit gebeten. Auf der DFB-Präsidiumssitzung am 30. Juli sollte die fragwürdige Doppelrolle diskutiert werden. Doch der Druck wurde letztlich zu groß. «Aufgrund von mir nicht beeinflussbaren Umständen stand ich jetzt aber vor der Alternative einer Tätigkeit für den HSV oder den DFB. Aufgrund meiner von Anfang an auch gegenüber dem HSV betonten Loyalität zum DFB, zum Bundestrainer Joachim Löw und zum Team der Nationalmannschaft - wir sehen und sahen uns dort immer als Einheit - habe ich jetzt diese Entscheidung getroffen», erläuterte Siegenthaler seinen Schritt. Bei der Verpflichtung des Fußball-Analytikers im Februar waren zunächst keine Bedenken gegen die Paralleltätigkeit laut geworden. Die ersten Vorbehalte kamen von Bayern-Sportdirektor Christian Nerlinger. «Da entsteht sehr leicht ein unguter Beigeschmack. Nach meiner Ansicht ist man als Sportchef bei einem Club wie dem HSV auch mehr als ausgelastet. Wie übrigens auch als Chefscout beim DFB», hatte Nerlinger Ende Februar betont.
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