Khedira war erst am Dienstagabend aus dem Urlaub zurückgekehrt und soll dem VfB telefonisch seinen Entschluss mitgeteilt haben. Schneider weilte am Donnerstag noch in Norwegen, wo der VfB am Abend das Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League bei Molde FK bestreitet. Bobic hatte am Mittwoch auf ein bevorstehendes Gespräch mit Khedira nach der Dienstreise hingewiesen, in dem der Spieler seine Zukunftsvorstellungen darlegen soll. Die spanische Sportzeitung «As» hatte zuvor gemeldet, dass sich die «Königlichen» mit den Stuttgartern über den Transfer einig sind und geschrieben: «Sein Wechsel zu Real Madrid ist eine Tatsache.» Khedira habe seine Gehaltsforderungen von ursprünglich sieben Millionen Euro im Jahr heruntergeschraubt. Der Deutsch-Tunesier könnte bei Real im Mittelfeld neben Brasiliens Star Kaká und Spaniens Weltmeister Xabi Alonso spielen. «Es ist natürlich sehr schade, so einen Spieler wie Khedira zu verlieren. Das gilt vor allem auch für seine Persönlichkeit», sagte Bobic in einem Interview auf «www.sport1.de». «Vom Sportlichen her können wir den Verlust einigermaßen auffangen. Wir haben ja drei A- Nationalspieler mit Kuzmanovic, Träsch und Gentner auf der Sechser-Position. Wir haben großes Vertrauen in die drei.» Der Nachfolger von Horst Heldt zeigte Verständnis für Khediras Entscheidung: «So ein Angebot von Real Madrid bekommt man nicht oft. Es ist, glaube ich, auch eine sehr positive Sache für den VfB, wenn ein Spieler zu Real Madrid wechselt. Das zeigt, dass wir hier gute Spieler haben.» Sollte der Wechsel wie erwartet perfekt gemacht werden, hätte der VfB mehr Spielraum bei den von Gross gewünschten Neuverpflichtungen. Auf der Liste des Schweizers stehen Philipp Degen vom FC Liverpool für die Position rechts hinten in der Viererkette sowie André Ayew (Olympique Marseille) oder Ibrahima Traoré (FC Augsburg) für die offensiven Außenbahnen. Auch am Ungarn Balazs Dzsudzsak (PSV Eindhoven) sollen die Stuttgarter interessiert sein.
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