Das Ermittlungen der Hamburger Staatsanwaltschaft gegen den Fußball-Profi Paolo Guerrero vom Hamburger SV dauern weiter an.
Der peruanische Nationalspieler hatte am Ostermontag nach dem 0:0 im Bundesliga-Spiel gegen Hannover 96 einem Fan eine Plastikflasche an den Kopf geworfen. «Wann und wie das Verfahren abgeschlossen wird, kann noch nicht abgeschätzt werden», sagte ein Sprecher der Hamburger Behörde zu den Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung. Von einer Einigung zwischen den Beteiligten sei nichts bekannt.
«Der Flaschenwurf war total dumm von mir», sagte Guerrero in einem Interview dem «Hamburger Abendblatt», «aber wie die Leute danach auf mich reagiert haben, das war vielleicht der Hauptgrund in Hamburg zu bleiben.» Er habe nur positive Reaktionen bekommen, auch wenn die Angelegenheit noch nicht aus der Welt sei: «Leider nein. Die Anwälte kümmern sich jetzt darum.» Das ganze vergangene Jahr sei verloren gewesen, die Kreuzbandverletzung und die wochenlangen Probleme wegen Flugangst und Gastritis hätten dazu beigetragen.
In der neuen Saison wolle er mit dem Bundesliga-Siebten ganz oben mitspielen: «Unsere Mannschaft ist noch stärker geworden. Wenn wir ohne große Verletzungen durch die Saison kommen, werden wir ganz sicher um den Titel mitspielen können», sagte der 26-Jährige, der sich in seiner neuen Rolle hinter Stürmer Ruud van Nistelrooy auf der «Zehner-Position» wohl fühlt.