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Freiburgs Problemzone ist der Sturm

Schruns (dpa) - 27.07.2010, 17:11 Uhr

Freiburgs Trainer Robin Dutt mit den Neuzugängen Jan Rosenthal und Zvonko Pamic (r-l).
Freiburgs Trainer Robin Dutt mit den Neuzugängen Jan Rosenthal und Zvonko Pamic (r-l).

Kondition und Finesse: Im Trainingslager im österreichischen Schruns bolzt der SC Freiburg vor allem Kraft - Coach Robin Dutt denkt aber auch schon wieder an die Feinheiten seines Kombinationsfußballs.

«Unsere Mannschaft ist dafür bekannt, dass sie topfit ist und das wird sie auch in der kommenden Saison sein», kündigt der SC-Coach an. «Mit Du-Ri Cha und Mo Idrissou haben wir zwei Spielertypen verloren, die wir jetzt nicht mehr haben», sagt Dutt. Allerdings habe der Club spielerisch veranlagte Typen dazubekommen. «Deshalb müssen wir jetzt von der Spielanlage etwas anders spielen: Das Passspiel wird einen noch höheren Stellenwert bekommen.» Zwar trauere er vor allem Idrissou ein wenig nach, aber: «Es sind alle zu ersetzen: Mo genauso wie der Dutt.»

Dennoch: Mit dem 30-jährigen Kameruner hat der SC nicht nur den besten Torjäger der vergangenen Jahre nach Mönchengladbach abgegeben, sondern auch einen in der Defensive überaus fleißigen Angreifer. Dazu ist die wichtigste Option im Vorwärtsspiel nicht mehr da. «Wir müssen aufpassen, dass wir jetzt ohne ihn nicht zu einseitig spielen, nicht ausrechenbar werden», warnt Dutt.

Die neuen Spieler wie Jan Rosenthal von Hannover 96 und Maximilian Nicu von Hertha BSC sieht der 44-Jährige auf einem guten Weg. «Unsere Neuzugänge werden wir sehr schnell auf ein Niveau bringen, wie die anderen Spieler - so dass sie ausdauerstark sein werden und widerstandsfähig von der Kraft her», verspricht Dutt. Auch Kapitän Heiko Butscher kündigte an: «Wir wollen mehr Ballbesitzzeiten, und wir haben auch die Spieler dazu.»

Dünn besetzt erscheint jedoch der Freiburger Angriff. Tommy Bechmann und Stefan Reisinger seien starke Alternativen zu Pappiss Cissé, betont Dutt zwar. Doch Beobachter glauben, dass die beiden Stürmer Cissé im Falle einer Verletzung nicht gleichwertig ersetzen können. Mit weiteren Zugängen ist allerdings nicht zu rechnen.


«Wir können nicht mehr auf der Suche sein, denn die finanziellen Mittel sind ausgeschöpft», erklärt Dutt, der trotzdem optimistisch ist: «Man merkt, dass wir auf einem gewissen Niveau aufbauen können. Dass wir eine eingespielte Mannschaft sind, die wenige Neuzugänge integrieren muss. Man merkt, dass ein Rädchen ins andere greift.»

Die Zielsetzung ist für Dutt klar: «Der Klassenerhalt ist das Minimalziel.» Allerdings sei die Konkurrenz stärker geworden, wie etwa der FC St. Pauli mit Neuzugang Gerald Asamoah. «Ich glaube, dass die Liga besser sein wird, als in der vergangenen Saison», betont Dutt. «Erst nach den ersten zehn Spielen sehen wir, wo wir stehen.»

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