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Hoeneß: Ribéry will sich bei Bayern beweisen

21.07.2010, 14:54 Uhr

Mitglieder der Bayern-Familie: Uli Hoeneß (l) und Franck Ribéry.
Mitglieder der Bayern-Familie: Uli Hoeneß (l) und Franck Ribéry.

Riva del Garda (dpa) - Bayern-Präsident Uli Hoeneß macht sich um das Leistungsvermögen des in den Schlagzeilen stehenden Franck Ribéry «keine Sorge».

«Ich war jetzt in Frankreich im Urlaub und habe da gemerkt, wie katastrophal das Image der Équipe tricolore geworden ist - die Leute verachten ihr Team regelrecht. Das hat Franck nach seiner Rückkehr aus Südafrika erleben müssen», sagte Hoeneß in einem Interview mit dem «Münchner Merkur», das vor der Eröffnung des Anklageverfahrens gegen den Franzosen geführt worden war.

«Franck wird unglaublich motiviert sein, er ist absolut fokussiert auf den FC Bayern, er will der ganzen Welt beweisen, dass dieses von Verletzungen und Problemen geprägte Jahr für ihn nicht die Norm ist - und dazu hat er nur bei uns die Chance. Die Franzosen können frühestens in zwei Jahren bei der Europameisterschaft beweisen, ob alles wieder besser ist», betonte Hoeneß.

Dagegen habe der im Vorjahr oft von Verletzungen gestoppte Ribéry, der im Mai seinen Vertrag bis 2015 verlängerte, beim deutschen Fußball-Rekordmeister früher die Möglichkeit auf der großen Bühne. «Die nächsten Champions-League-Endspiele sind in London und München - er hat hier viele Ziele. Ich denke, wir werden mit ihm im nächsten Jahr keine Probleme haben. Zumal er nach der problematischen Saison endgültig gemerkt hat, was der FC Bayern ist: wirklich Familie», sagte der ehemalige Manager, der nicht mit ins Trainingslager an den Gardasee gereist ist.

Nach den starken WM-Auftritten sind die Bayern-Profis für andere internationale Spitzenclubs noch ein Stück interessanter geworden - aber eine Anfrage bei den Münchnern kann sich die Konkurrenz schenken. «Warum sollten wir Spieler verkaufen? Ich muss lachen, wenn einer fragt, ob wir Angst haben, dass große Vereine kommen. Wie viele Vereine gibt es, die größer sind als der FC Bayern?», betonte der Präsident. «Wir müssen uns vor niemanden verstecken. Ich glaube, viele Vereine müssen eher Angst haben, dass wir kommen und ihnen Spieler wegkaufen. Bei Müller glaube ich eher, dass sein Vertrag bald verlängert wird als dass er abgegeben wird.»


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