Özil vor Absprung - Medien: Real will Werder-Star
Bremen (dpa) - 18.07.2010, 13:30 Uhr
Werder Bremens Mesut Özil hat bei der WM in Südafrika auf sich aufmerksam gemacht.
Mesut Özil steht bei Werder Bremen vor dem Absprung. Die Gespräche des Fußball-Bundesligaclubs mit dem Nationalspieler über eine vorzeitige Vertragsverlängerung sind geplatzt. Werders Clubchef Klaus Allofs rechnet deshalb in den nächsten Wochen mit Angeboten für den WM-Teilnehmer, dessen Vertrag bei den Hanseaten im Sommer 2011 endet. Er ist verhandlungsbereit. Die mittel- oder langfristige Verlängerung des Kontraktes, die sich Allofs erhofft hatte, ist gescheitert. «Wir hatten gehofft, in den ersten WM-Tagen zueinander zu finden. Wir haben aber bei unseren Gesprächen keine Lösung gefunden. Wir waren zwischendurch auf einem guten Weg, die noch fehlende Lücke mit Leben, sprich mit Zahlen, zu füllen. Wir hatten unsere Vorstellungen, aber der Weg war nicht zu Ende zu bringen», sagte der Werder-Boss am Rande des Bremer Testspiels in Bornreihe vor Journalisten. Deshalb hege er aber keinen Groll gegen Özil oder gegen dessen Berater Reza Fazelli: «Das ist kein Drama. Das ist einfach so.»
Allofs schließt deshalb einen Wechsel des Mittelfeldspielers nicht mehr aus. «Wenn etwas Konkretes kommt, haben wir die Pflicht, uns damit auseinanderzusetzen, wenn Mesut und sein Berater das wollen», sagte der frühere Nationalspieler. «Wir werden unsere Vereinspolitik und unsere Einstellung nicht ändern. Das können wir uns nicht erlauben», fügte der Werder-Geschäftsführer hinzu. Bisher gebe es aber noch keine offizielle Anfrage für den 21-Jährigen, auch nicht von Real Madrid. Die spanische Sportzeitung «As» hatte berichtet, dass Real eine Verpflichtung des Bremer Spielmachers bereits in die Wege geleitet habe. «Ich habe davon gehört, dass diese Zeitung das berichtet hat, doch uns liegt keine Anfrage vor», sagte Allofs zu dem Artikel. Danach seien vergangene Woche drei Berater Özils mit Real- Generaldirektor Jorge Valdano, Sportdirektor Miguel Pardeza und Marketingchef José Angel Sánchez zusammengekommen und hätten den finanziellen Rahmen des angedachten Transfers abgesteckt. |