Bundesliga im Finale dabei: «Reif für den Titel»
Johannesburg (dpa) - 09.07.2010, 14:27 Uhr
Arjen Robben ist einer von fünf in der deutschen Bundesliga spielenden Niederländern.
Man spricht Deutsch. Trotz des Knockouts der DFB-Elf im Halbfinale gegen Spanien ist die Bundesliga im Endspiel gut vertreten. Gleich fünf Profis aus dem Kader der Niederländer verdienen ihr Geld in der höchsten deutschen Spielkasse. Der Einfluss teutonischer Spielkultur war auf dem langen Weg der Holländer ins Soccer City Stadion von Johannesburg unverkennbar. Nicht nur auf dem Rasen demonstriert Mark van Bommel Selbstvertrauen. «Wir sind reif für den Titel», tönte der Leitwolf des FC Bayern München. Arjen Robben (München), Joris Mathijsen (Hamburg), Eljero Elia (Hamburg), Khalid Boulahrouz (Stuttgart) und van Bommel sollen am Sonntag zum «Opus in Oranje» beitragen. Auch Rafael van der Vaart und Nigel de Jong sammelten als ehemalige HSV-Profis bereits Bundesliga-Erfahrung. Komplettiert wird die «Fraktion» durch Bert van Marwijk, der von 2004 und 2006 Borussia Dortmund coachte.
Mit den Vorwürfen einiger Fußball-Ästheten, die den neuen Stil der Holländer als zu zweckmäßig und deutsch bewerteten, kann Robben wenig anfangen: «Wir stehen im WM-Finale, da ist es völlig egal, wie wir gespielt haben. Wir haben in der Vergangenheit oft genug gehört, dass wir schön gespielt haben. Gebracht hat es uns aber nichts.» Auch jenseits des Rasens ist der Einfluss des holländischen Erzrivalen aus dem Nachbarland unverkennbar. Beim Auftritt von Trainer Bert van Marwijk in Johannesburg vor der Weltpresse waren Fragen nicht nur in Niederländisch und Englisch, sondern ausdrücklich auch in Deutsch erlaubt. |