«Der Stellenwert der Bundesliga hat sich schon in der abgelaufenen Saison gesteigert. Durch die Erfolge auf Vereinsebene wurde viel Respekt erworben. Die Bayern haben ja auch auf internationalem Parkett eine überragende Saison gespielt», meinte Bundestrainer Löw. Als Ursache für den Aufschwung nannten sowohl er als auch DFL-Boss Seifert die vor acht Jahren intensivierte Talentförderung. «Im Nachwuchsbereich der Bundesliga ist alles verbessert worden. Es wurde mehr Augenmerk auf technische Intelligenz gelegt. Die Ausbildung ist sehr gut geworden», lobte Löw. Mehr als eine halbe Milliarde Euro investierten die Bundesligisten seit der Saison 2002/03 in die Nachwuchsleistungszentren, die seither für den Lizenzerhalt zwingend vorgeschrieben sind. Allein in der abgelaufenen Spielzeit waren es 83 Millionen Euro. «Das ist auch ein Grund, warum die Nationalmannschaft so gut ist», meinte Seifert. 19 der 23 Spieler aus dem WM-Aufgebot hätten ihre Ausbildung in einem Bundesliga-Nachwuchszentrum genossen. Löw erwartet, dass seine jungen Schützlinge in Zukunft noch begehrter werden. «Die Sichtweise auf die deutschen Spieler hat sich verändert. Ich denke, bei den europäischen Top-Vereinen ist verstärkt Interesse vorhanden. Das war in den vergangenen Jahren nicht der Fall», sagte der Bundestrainer. Für die Bundesliga sei es «sehr gut, dass die Nationalspieler in Deutschland spielen». Ein Vorteil für die DFB-Auswahl sei dies aber nicht, «denn auch im Ausland können junge Spieler ihren Horizont erweitern und sich entwickeln.» Bastian Schweinsteiger hofft eher auf den umgekehrten Effekt. «Wir haben in der Bundesliga an Qualität gewonnen. In Zukunft wird es auch so sein, dass die großen Spieler nach Deutschland kommen», mutmaßte der bislang überragende Bayern-Mittelfeldspieler. Auch Seifert glaubt: «Die Bundesliga könnte für den einen oder anderen Star attraktiver werden.» Er schränkte jedoch ein: «In der Liga der absoluten Weltstars hat momentan aber nur der FC Bayern München die Möglichkeit, mitzubieten.»
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