Doch nach der WM werden die Karten neu gemischt - und die «Scheine» neu verteilt: Mega-Star Lionel Messi, mit 80 Millionen Euro die Nr. 1, dürfte seinen Marktwert wohl behaupten. Zwar traf der Torjäger für Diego Maradonas Argentinier überhaupt nicht, spielte aber beim FC Barcelona eine überragenden Saison. Der schon als WM-Star gehandelte Portugiese Cristiano Ronaldo (Nr. 2/ 75 Millionen Euro) enttäuschte dagegen. «From Hero to zero» - auch für den Brasilianer Felipe Melo war die WM kein Hit: Von Juventus Turin für 25 Millionen Euro geholt, sank sein Marktwert auf 17 Millionen. Nun will ihn keiner mehr haben. Um Müller werden sich dagegen viele reißen. Nicht nur für Bundestrainer Joachim Löw ist der Stürmer eine «der ganz großen Entdeckungen und Überraschungen. Er spielt unbeschwert und mit Leichtigkeit. Thomas ist instinktiv an allen torgefährlichen Situationen beteiligt», lobte der Coach. Den gewissen Instinkt ließ dagegen der FC Zürich vermissen - der zweite große «Bayern-Müller» war den Schweizern offenbar nicht gut genug. Eine entsprechendes Angebot von Müllers Berater, den Spieler dem Verein auf Leihbasis zu überlassen, sei vom FCZ abgelehnt worden, berichtete «Blick». Eine DVD mit den Toren des Stürmers der Bayern-Amateure sei dem Verein im Frühjahr 2009 zugegangen, doch Präsident Ancillo Canepa habe abgelehnt. Das Blatt zitierte Canepa mit dem Hinweis, man habe keinen Spieler verpflichten wollen, «den wir nur vom Video her kennen». Außerdem habe der Club «eher einen großen, bulligen Stürmertypen» gesucht.
 |