Klassenverbleib ist in Nürnberg oberstes Ziel
Nürnberg (dpa) - 03.07.2010, 21:34 Uhr
Die neue Mannschaft des FC Nürnberg läuft sich beim Trainingsauftakt warm.
Neue Saison, alte Ziele: Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg will auch in der kommenden Spielzeit unbedingt den Klassenverbleib schaffen. «Ganz Große Sprünge sollte man nicht erwarten. Es gilt, die Klasse zu erhalten», sagte «Club»- Trainer Dieter Hecking beim Trainingsauftakt der Franken in Nürnberg. Von den sieben Neuzugängen fehlten der von Austria Wien verpflichtete Ruben Rafael Okotie und Christoph Sauter, der vom FSV Mainz 05 an den Valznerweiher gekommen ist. Eine Zittersaison wie zuletzt, als sich der FCN erst in der Relegation gegen den FC Augsburg den Bundesliga-Verbleib sicherte, wollen die Nürnberger unbedingt vermeiden. «Es wäre schön, wenn wir es diesmal frühzeitig schaffen würden», betonte Hecking, der beim ersten Training auf Stürmer Okotie (grippaler Infekt) und den offensiven Mittelfeldspieler Sauter (Knieprobleme) verzichten musste.
Die weiteren Neuzugänge sind Per Nilsson (1899 Hoffenheim), Julian Schieber (VfB Stuttgart), Robert Mak (Manchester City), Almog Cohen (Maccabi Netanya) und Mehmet Ekici, den der «Club» für ein Jahr vom FC Bayern München ausgeliehen hat. Für die Sechserposition im Mittelfeld sucht der Altmeister noch zwei Spieler und hofft dabei weiterhin auf den zuletzt vom FC Bayern ausgeliehenen Andreas Ottl. «Er hat oberste Priorität», meinte Hecking. Ottl hatte dem FCN aber einen Korb gegeben und sich dafür entschieden, seinen bis 30. Juni 2011 gültigen Vertrag in München zu erfüllen. Das sei keine definitive Absage, sagte der Trainer, der den 25-Jährigen gerne fest verpflichten würde, «aber wir sind nicht bereit, ewig auf sein Ja-Wort zu warten». Auch Jens Hegeler von Bayer Leverkusen hat der «Club» noch nicht abgeschrieben, obwohl Coach Jupp Heynckes mehrfach klar gestellt hat, «dass wir Jens nicht hergeben». Ganz oben auf Nürnbergs Verkaufsliste stehen Angelos Charisteas und Isaac Boakye. Laut Hecking liegen für die Stürmer momentan aber keine Anfragen vor. Sportdirektor Martin Bader machte klar, «dass wir von Haus aus keine Spieler verkaufen müssen».
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