Dennoch herrscht schon Vorfreude auf den prominenten Rückkehrer, der zwischen 1999 und 2002 schon zweimal am Rhein spielte, bevor er zum FC Bayern München weiterzog. «Ich kann nur eins sagen: Wir würden Michael Ballack mit offenen Armen empfangen. Er würde unserer Mannschaft sehr gut tun», sagte Bayer-Kapitän Simon Rolfes in einem Interview («Bild»). Der Mitkonkurrent im Millionen-Poker um Ballack, der VfL Wolfsburg, hat trotz der finanziell attraktiveren Offerte wohl den Kürzeren gezogen. Der zweite Bundesliga-Mitinteressent Hamburger SV hatte schon nach der ersten Tuchfühlung mit Ballack-Berater Michael Becker vor den Forderungen kapituliert. Schließlich hat Ex-Meister Wolfsburg dem Mittelfeldstar, der ablösefrei aus Chelsea kommt, wesentlich mehr Geld angeboten. Während die Niedersachsen rund 17 Millionen Euro offeriert haben sollen, lag bei Leverkusen das Limit bei etwa zwölf Millionen Euro. Nicht das Geld, sondern das Gefühl dürfte wohl am Ende den Ausschlag für die Rückkehr nach Leverkusen geben, wo Ballack seinen großen Durchbruch schaffte und 2002 erst im Champions-League-Finale scheiterte. Ballack hatte seine Karriere einst bei BSG Motor Fritz Heckert Karl-Marx- Stadt begonnen. Ausländische Clubs wie Tottenham soll der 98-malige Nationalspieler nicht wirklich in Erwägung gezogen haben, da er nach seinem verletzungsbedingten WM-Ausfall die Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine als Ziel hat. Dies war auch der Grund, warum er nicht beim englischen Premier-League-Club FC Chelsea geblieben ist, der ihm nur einen Jahresvertrag angeboten hatte.
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