Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler rühmte die Nähe Ballacks zur Werkself, für die dieser von 1999 bis 2002 aktiv war. «Wir telefonieren häufig miteinander. Der Kontakt zu Michael ist eng, keine Frage», vertraute der 50-Jährige der «Sport Bild» an. Völler und Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser saßen am Mittwoch zusammen. «Sicherlich spielte der Name Ballack dabei eine Rolle. Aber es gibt nichts Neues», sagte er der dpa. Holzhäuser machte noch einmal deutlich, dass Bayer «schon erwartet, dass es in Kürze zu einer Entscheidung kommt. Wenn sich Michael Ballack aber nicht für uns entscheidet, würden wir das auch gelassen sehen.» Ein «Wettbieten» mit anderen Ballack-Interessenten hatte der Bayer-Fußballchef bereits für ausgeschlossen erklärt. Bayer macht dem 33-Jährigen ein Engagement mit Perspektiven im Verein oder Konzern über das Karriereende hinaus schmackhaft. In Wolfsburgs hat VW-Chef Martin Winterkorn das Thema mittlerweile zur Chefsache erklärt und bemüht sich höchstpersönlich um den denkbaren Deal. Bei VW ist eine Betätigung Ballacks nach dessen Karriere als Repräsentant ebenfalls denkbar. Mit einer Verpflichtung der Sachsen dürfte der VfL wohl auch den immer noch abwanderungswilligen Top-Stürmer Edin Dzeko endgültig zum Bleiben bewegen. Das Kalkül: Mit Ballack und Dzeko will der VW-Club im kommenden Jahr wieder um die Champions-League-Plätze mitspielen. Trotz der Abstinenz auf der internationalen Bühne im kommenden Jahr wäre dies für Ballack ebenfalls eine sportlich reizvolle Aufgabe.
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