Die Zielsetzung von Michael Frontzeck für die neue Saison der Fußball-Bundesliga ist eindeutig. «Das Wort Abstieg nehmen wir nicht in den Mund», sagte der Chefcoach von Borussia Mönchengladbach zum Trainingsauftakt.
Mit einem jungen Kader, dessen Altersdurchschnitt bei 24,8 Jahren liegt, will Frontzeck den «Weg der kleinen Schritte» gehen und die Mannschaft weiter behutsam nach vorn führen. «Wir konzentrieren uns auf die mittleren Tabellenregionen», ergänzte Borussia-Sportdirektor Max Eberl. In der vergangenen Spielzeit hatte die Mannschaft des fünfmaligen deutschen Meisters den zwölften Platz belegt. Das internationale Geschäft anzustreben, «entbehrt jeder Grundlage», ergänzte der ehemalige Mönchengladbacher Profi. «Wir können einfach die großen Mannschaften noch nicht angreifen. Darüber muss sich jeder im Klaren sein», meinte er.
17 Profis des Frontzeck-Kaders, der aus 29 Spielern besteht, sind 25 Jahre alt oder jünger. Unter diesen Umständen will Frontzeck den Borussia-Fans «keinen Sand in die Augen streuen» und auf keinen Fall von der Qualifikation für einen Europapokal-Wettbewerb sprechen: «Das stellen wir hintenan.» Eberl: «Die Realität muss in den Borussia-Park Einzug halten.»
Bei der ersten Übungseinheit musste Frontzeck auf die Weltmeisterschafts-Teilnehmer Karim Matmour und Michael Bradley verzichten. Auch die Kanadier Paul Stalteri und Rob Friend, der vor einem Wechsel zu Bundesliga-Absteiger Hertha BSC steht, standen nicht zur Verfügung. Stalteri hat einen verlängerten Urlaub zugebilligt bekommen und wird erst am 6. Juli zurückerwartet. Der Brasilianer Dante nimmt die Vorbereitung mit einem Tag Verspätung an diesem Dienstag auf.