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HSV-Doppel-Coup: Trainer Veh und Sportchef Reinhardt

Hamburg (dpa) - 24.05.2010, 22:28 Uhr

Armin Veh war zuletzt beim VfL Wolfsburg tätig.
Armin Veh war zuletzt beim VfL Wolfsburg tätig.

Der krisengeschüttelte Hamburger SV hat mit einem Doppel-Coup für Überraschung gesorgt: Armin Veh wird Trainer des Fußball-Bundesligisten und Bastian Reinhardt neuer Sportdirektor.

Wie der Bundesliga-Siebte bekanntgab, wird der 49 Jahre alte Veh an der Elbe einen Zwei-Jahres-Vertrag bekommen. Veh, der im Januar von Lorenz-Günther Köstner beim VfL Wolfsburg ersetzt wurde, holte 2007 mit dem VfB Stuttgart die deutsche Meisterschaft und stand zudem im Endspiel des DFB-Pokals.

Veh tritt die Nachfolge von Bruno Labbadia und Interimscoach Ricardo Moniz an, der nun zu Red Bull Salzburg zum ehemaligen HSV- Sportchef Dietmar Beiersdorfer wechselt. An diesem 25. Mai werden Veh und der lange verletzte Innenverteidiger Reinhardt um 12.00 Uhr bei einer Pressekonferenz vorgestellt.

Der Aufsichtsrat, der sich in der vergangenen Woche noch mit dem Possenspiel um den Niederländer Nico Hoogma viel Kritik zugezogen hatte, einigte sich in einer kurzfristig einberufenen Sitzung auf Reinhardt. Der 166-malige Bundesligaspieler beendete nach einem Mittelfußbruch seine Karriere und rückt nun in den vierköpfigen Vorstand auf.

Zuletzt absolvierte der 34-Jährige ein Praktikum in der Pressestelle der Norddeutschen. Reinhardt muss nun eng mit Urs Siegenthaler zusammenarbeiten, der in Zukunft für das Scouting und die Kaderplanung zuständig ist. Der Schweizer weilt jedoch noch bis zum Sommer bei der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Südafrika und wird auch später noch für den Deutschen Fußball-Bund tätig sein.


Die Nachfolge-Regelung für Beiersdorfer war die Voraussetzung für die Verpflichtung von Veh - so sah es der Fahrplan der Hanseaten seit Wochen vor. Anscheinend war sich der HSV-Vorstand mit dem gebürtigen Augsburger aber schon etwas länger einig.

Stunden zuvor hatte Hoogma definitiv als Sportdirektor abgesagt. Nachdem die Gespräche zwischen dem ehemaligen Kapitän und dem HSV-Aufsichtsratsvorsitzenden Horst Becker vor einer Woche an den finanziellen Forderungen gescheitert waren, wollten einige Aufsichtsräte ihren Wunschkandidaten noch einmal umstimmen. Im Gespräch mit dem Radiosender «NDR 90,3» sagte Hoogma, dass er bei seinem Verein Heracles Almelo im Wort stehe und keine Freigabe erhalte. «Wenn ich eine Entscheidung treffe, dann stehe ich auch dazu», sagte der 41-Jährige, der auch einen Sitz im Vorstand bekommen sollte.

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