Nürnberg bleibt in der Bundesliga: 2:0 in Augsburg
Augsburg (dpa) - 16.05.2010, 20:13 Uhr
Torschütze Choupo-Moting (M) von Nürnberg jubelt mit seinen Teamkollegen über das 0:2.
Nach einer schier endlosen Zittersaison hat sich der 1. FC Nürnberg in letzter Minute vor dem achten Bundesliga- Abstieg der Club-Geschichte gerettet. Drei Tage nach dem 1:0-Heimsieg gewannen die Franken auch das zweite bayerische Relegations-Derby beim FC Augsburg mit 2:0 (1:0). Die Tore für den klar besseren FCN erzielten Ilkay Gündogan (34. Minute) und Eric Maxim Choupo-Moting (62./Foulelfmeter). Während die clevereren Nürnberger verdientermaßen erstklassig bleiben, muss der Zweitliga-Dritte aus Schwaben weiter auf den erstmaligen Sprung in die Beletage des deutschen Fußballs warten. Neben dem Spiel verlor der FCA auch noch Ibrahima Traoré (56./Tätlichkeit) durch eine Rote Karte. «Wir hatten schon in der zweiten Halbzeit im Hinspiel den Willen gezeigt, dass wir unbedingt den Klassenverbleib sichern wollten. In den letzten zwei Tagen und auch heute waren wir sehr konzentriert. Die Jungs wollten sich das Ding nicht mehr nehmen lassen. Sie waren in der richtigen Spur», urteilte zufrieden FCN-Coach Dieter Hecking, dessen Vertrag sich durch die Rettung automatisch verlängert. Sein Keeper Raphael Schäfer sprach von einer «eindeutigen Angelegenheit. Da war schon ein Klassenunterschied zu sehen.» Augsburgs Simon Jentzsch pflichtete ihm bei: «Klar bin ich enttäuscht. Unterm Strich muss man aber sagen: Nürnberg war in den beiden Spielen besser.»
Anders als in Nürnberg setzte FCA-Coach Jos Luhukay vor 30 660 Zuschauern in der ausverkauften Arena verstärkt auf Offensive. Er brachte in Stephan Hain einen zweiten Stürmer, der Michael Thurk in vorderster Front unterstützen sollte, damit der Torjäger diesmal besser zur Wirkung kommt. Dieser Plan ging jedoch nicht auf, der beste Zweitliga-Torschütze bliebt erneut wirkungslos. Schon lange vor Abpfiff feierten die mitgereisten FCN-Fans: «Nie mehr 2. Liga». Augsburgs Anfangselan wurde allerdings durch eine frühe Verletzung von Dominik Reinhardt jäh gestoppt, der schon nach acht Minuten gegen Marcel Ndjeng ausgetauscht werden musste. Beide Teams lieferten sich von Beginn an eine intensive Partie und schenkten sich wie im ersten Duell nichts, Torchancen sprangen trotz allen Bemühens kaum heraus. Vor allem die an sich heimstarken Hausherren, die im DFB-Pokal bis ins Halbfinale durchmarschiert waren, spielten in den ersten 45 Minuten keine einzige nennenswerte Einschussmöglichkeit heraus. |