Applaus für Kuranyi bei Schalkes Hauptversammlung
Gelsenkirchen (dpa) - 10.05.2010, 23:31 Uhr
Schalke-Trainer Felix Magath (r) verabschiedet Kevin Kuranyi.
Trainer Felix Magath und die komplette Mannschaft des FC Schalke 04 sind auf der Jahreshauptversammlung von den knapp 2000 Mitgliedern für eine erfolgreiche Saison gefeiert worden. Auch Kevin Kuranyi, der zum russischen Erstligisten Dynamo Moskau wechselt, präsentierte sich zwei Tage nach dem Saisonende der Fußball-Bundesliga noch einmal den Anhängern und wurde mit Applaus verabschiedet. «Danke für fünf wirklich gute Jahre», sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Tönnies. Kuranyi hatte mit 18 Saisontoren großen Anteil am zweiten Platz und dem Einzug in die Champions League. «Ich bin froh, dass Sie ihn mit Beifall verabschiedet haben, weil er hier lange erfolgreich auf Torejagd gegangen ist», sagte Magath. Angesichts der finanziellen Lage habe man aber keine Möglichkeit gehabt, mit dem Angebot aus Moskau zu konkurrieren. Nur als der Trainer die Verpflichtung des Ex-Dortmunders Christoph Metzelder erwähnte, gab es Pfiffe in der Veltins-Arena. «Ich bin froh, dass es uns gelungen ist, einen so erfahrenen Spieler zu holen und bin sicher, dass er uns als Leistungsträger helfen wird. Geben Sie ihm eine Chance», bat Magath. Trotz der «herausragenden Saison» seien weitere strukturelle Veränderungen und Investitionen «im Rahmen unserer Möglichkeiten» nötig, «damit der FC Schalke nicht nur einer der besten Clubs in Deutschland, sondern in Europa wird».
Verabschiedet wurde Präsident Josef Schnusenberg, der seit 1994 dem Vorstand angehört und seit 1997 Vorsitzender ist. Der 69-Jährige scheidet zum 30. Juni aus seinem Amt aus. «Mein Herz wird weiter für Schalke schlagen», sagte Schnusenberg. Der Vorstand besteht vom 1. Juli an nur noch aus Magath sowie Geschäftsführer Peter Peters. Wie Tönnies bekanntgab, wurde dessen Vertrag verlängert. Peters hatte den Mitgliedern zuvor die bekannten Eckdaten der miserablen Bilanz 2009 präsentiert. 16,8 Millionen Euro Verlust, einen um 20 Millionen aus 119 Millionen Euro eingebrochenen Umsatz und einen unveränderten Vereins-Schuldenstand von 135 Millionen Euro. Gleichwohl habe man die notwendigen Maßnahmen zur Verbesserung der Lage bereits eingeleitet. «Wir müssen und werden weiter an diesen Zahlen arbeiten», versprach Peters. |