«Club»-Chef Bader: Hohes Minus im Abstiegsfall
Nürnberg (dpa) - 10.05.2010, 13:16 Uhr
Nürnbergs Sportdirektor Martin Bader fürchtet bei einem Abstieg hohe Einnahmeeinbußen.
Nürnberg (dpa) - Im Falle einer Niederlage im bayerischen Relegationsderby gegen den FC Augsburg muss Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg Mindereinnahmen in zweistelliger Millionen-Höhe verkraften. «Jeder Verein, der absteigt, hat ein Minus von zehn bis zwölf Millionen Euro», sagte «Club»-Manager Martin Bader der Nachrichtenagentur dpa. Dieses müsse dann im Etat aufgefangen werden. «Abstiege sind grundsätzlich große Einschnitte», betonte Manager Bader. Am 13. Mai empfängt Nürnberg im Hinspiel den Zweitliga-Dritten, das Rückspiel steigt am 16. Mai. Der Bundesliga-16. aus Franken geht nach Angaben Baders «mit Respekt» in die Auseinandersetzung mit dem Zweitliga-Nachbarn. «Das werden zwei ganz, ganz knappe Spiele.» Grundsätzlich gebe es zwischen den Spitzenteams der 2. Liga und den unteren Mannschaften in der höchsten Spielklasse keine großen Unterschiede mehr, betonte Bader. «Die beiden Ligen haben sich zusammengeschoben.»
Im Vorjahr hatte der «Club» als Zweitliga-Dritter über die Relegation den direkten Wiederaufstieg geschafft. Nun muss der neunmalige deutsche Meister erneut nachsitzen. «Natürlich wünscht man sich ab und zu mal eine Saison, die vielleicht am Ende einfach nur etwas langweilig ist», scherzte Bader mit Blick auf das ständige Auf und Ab bei den Franken. «Ich habe hier in meinem Managerleben schon alles erlebt, was man erleben kann - im Positiven wie im Negativen», erinnerte sich Bader noch einmal an den Pokaltriumph 2007 und an den Abstieg im Jahr danach. Auf ihrer Homepage teilten die Franken die Verpflichtung von U-19-Nationalspieler Christoph Sauter mit. Der 18 Jahre alte Mittelfeldspieler komme vom FSV Mainz 05 und erhalte einen Dreijahresvertrag bis Mitte 2013. «Wir freuen uns, dass Christoph sich trotz mehrerer Angebote aus der Ersten Liga für uns entschieden hat», sagte Manager Martin Bader.
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