«Club» muss in Relegation - Derby gegen Augsburg
Nürnberg (dpa) - 08.05.2010, 18:33 Uhr
Die Nürnberger Wolf (l) und Pinola (r) kämpfen mit dem Kölner Tosic (M) um den Ball.
Gnadenfrist für den «Club»: Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg hat den drohenden direkten Wiederabstieg vorerst abgewendet und sich ins bayerische Relegations-Derby gegen den FC Augsburg gerettet. Die Franken besiegten den 1. FC Köln dank des späten Freistoß-Tors von Andreas Ottl (88. Minute) mit 1:0 (0:0) und verteidigten ihren 16. Platz. Zwar konnten die Hausherren durch den Sieg noch einmal Selbstvertrauen für die Relegationspartien am 13. Mai und 16. Mai gegen den Nachbarn Augsburg tanken. Dann muss sich der «Club» aber deutlich steigern, um seiner Favoritenrolle gegen den Zweitligisten gerecht werden zu können. «Der Sieg tut uns gut, weil wir damit unseren Negativlauf durchbrochen haben», sagte «Club»-Trainer Dieter Hecking, für dessen Team es zuvor vier Niederlagen in Serie gegeben hatte. «Der Erfolg ist sehr wichtig», sagte auch Kapitän Andreas Wolf. «Jetzt müssen wir in die Verlängerung. Wir werden Augsburg sicherlich nicht unterschätzen.» Kölns Trainer Zvonimir Soldo richtete den Blick schon auf die nächste Saison: «Das war kein gutes Spiel von uns. Wir müssen jetzt eine Analyse vornehmen, was wir in diesem Jahr gut gemacht haben und was nicht.»
Bemüht, aber ohne klare Linie hatten die Hausherren im mit 48 548 Zuschauern ausverkauften Stadion gegen die Kölner begonnen, die nach dem Ausfall von Lukas Podolski (Oberschenkelprobleme) praktisch mit dem letzten Aufgebot antraten. Die Anspannung war den Franken deutlich anzumerken: Nach vorne ging kaum etwas, immer wieder offenbarte der «Club» im Spielaufbau wie schon in den vergangenen Wochen Schwächen. Die erste Schusschance nach einer Unaufmerksamkeit in der Gäste-Abwehr hatte Mike Frantz (13.), doch Kölns Keeper Faryd Mondragón parierte ohne Mühe. Danach verkrampften die Hausherren, bei denen Routinier Marek Mintal in der Startelf stand, aber kaum zur Wirkung kam, immer mehr. Auch die Gäste, bei denen Angreifer Milivoje Novakovic lange nur auf der Bank saß, blieben nach vorne stumpf. Für die einzigen Aufreger in der müden Partie sorgte zunächst Schiedsrichter Peter Gagelmann, der sich mit einigen kleinlichen Pfiffen den Unmut der Fans zuzog. |