Gegen den präzisen Flachschuss von Cacau - schön von Ciprian Marica in Szene gesetzt - war Haas beim 0:1 machtlos. Erst nach einer halben Stunde machte Hoffenheim mehr Druck gegen die etwas sorglos auftretenden Stuttgarter. Über seinen ersten Erstliga-Treffer jubelte dann der 20-jährige Vukcevic nach einer Ecke von Salihovic - es war zudem das letzte Gegentor in der Karriere Lehmanns. «Das war ein gutes Gefühl. Aber nicht, weil es das letzte Gegentor für Jens Lehmann, sondern mein erstes Tor war», meinte Vukcevic. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit schoss Salihovic noch an den linken Pfosten, der Abpraller traf Angreifer Vedad Ibisevic zu unvermittelt am Bein. Stürmisch ging es für Lehmann weiter: Nach einer Stunde hatte der WM-Torhüter von 2006 Glück, dass Carlos Eduardo nur die Latte traf. Zuvor hatte Marica die Chance zur erneuten Führung der Stuttgarter vertändelt. Vom Rückstand des Tabellennachbarn Hamburger SV bis kurz vor Schluss in Bremen informiert, riskierte der VfB nicht mehr viel und verwaltete mit Mühe, aber erfolgreich das Remis. «Wir mussten leiden», meinte VfB-Coach Gross, der nach der Kunde vom Ausgleichstor des HSV und angesichts der Hoffenheimer Chancen noch zitterte. «Aber fantastisch, dass wir das geschafft haben.» Um 17.19 Uhr sammelte Lehmann nach 21 Jahren auf der Profibühne seine Trinkflasche so gelassen ein, als ginge es nächsten Samstag weiter. Sein Abgang vom Rasen fiel ihm dann aber doch schwer: Immer wieder winkte der VfB-Schlussmann ins Publikum und verschwand als Letzter seiner Mannschaft in der Kabine. Sein letztes (Torwart-)Hemd schenkte er einem Balljungen. In der Europa League müssen die Schwaben von August an mit einem anderen Torwart antreten.
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