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Müder «Club» rettet sich in Relegation

Nürnberg (dpa) - 08.05.2010, 17:29 Uhr

Die Nürnberger Wolf (l) und Pinola (r) kämpfen mit dem Kölner Tosic (M) um den Ball.
Die Nürnberger Wolf (l) und Pinola (r) kämpfen mit dem Kölner Tosic (M) um den Ball.

Fußball-Bundesligist 1. FC Nürnberg hat den drohenden direkten Wiederabstieg vorerst abgewehrt und sich mit einem 1:0 (0:0)-Sieg gegen den 1. FC Köln ins bayerische Relegations-Derby gegen den FC Augsburg gerettet.

Die Franken unter Trainer Dieter Hecking besiegten die Kölner dank des späten Freistoß-Tors von Andreas Ottl (88. Minute) und verteidigten dank der Schützenhilfe von Hannover 96 ihren 16. Platz. In den Relegationspartien gegen den Nachbarn Augsburg muss sich der «Club» aber deutlich steigern, um seiner Favoritenrolle gegen den Zweitligisten gerecht werden zu können.

«Am Samstag ist das kleine Einmaleins gefragt, es geht nicht mit Hacke-Spitze», hatte «Club»-Trainer Dieter Hecking vor dem Herzschlag-Finale im Abstiegskampf von seinen Profis gefordert. Doch gegen die Kölner, die nach dem Ausfall von Nationalstürmer Lukas Podolski (Oberschenkelprobleme) praktisch mit dem letzten Aufgebot antraten, begannen die Hausherren vor dem mit 48 548 Zuschauern ausverkauften Stadion ohne klare Linie.

Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie war den Franken die Anspannung deutlich anzumerken. Nach vorne ging kaum etwas, immer wieder offenbarte der «Club» im Spielaufbau wie schon in den vergangenen Wochen Schwächen. Die erste Schusschance nach einer Unaufmerksamkeit in der Gäste-Abwehr hatte Mike Frantz (13.), doch Kölns Keeper Faryd Mondragón parierte ohne Mühe.

Danach verkrampften die Hausherren, bei denen Routinier Marek Mintal in der Startelf stand, aber kaum zur Wirkung kam, immer mehr. Auch die Gäste, bei denen Angreifer Milivoje Novakovic lange nur auf der Bank saß, blieben nach vorne stumpf. Für die einzigen Aufreger in der müden Partie sorgte zunächst Schiedsrichter Peter Gagelmann, der sich mit einigen kleinlichen Pfiffen den Unmut der Fans zuzog.


Gefahr ergab sich einzig aus Standardsituationen: So prüfte Kölns Zoran Tosic kurz vor der Pause (43.) mit einem fein gezirkelten Freistoß aus knapp 30 Metern «Club»-Keeper Raphael Schäfer, doch der Schlussmann war zur Stelle und lenkte den Ball noch um den Pfosten. Kurz nach der Pause (49.) kam der eingewechselte Maxim Choupo-Moting nach einer Ecke aus kurzer Distanz zum Schuss, er wurde aber im letzten Moment noch abgeblockt.

Köln wollte nicht, Nürnberg konnte nicht. Zwar bemühten sich die Hausherren in der zweiten Hälfte, mehr Druck auf das Tor von Mondragón auszuüben. Doch die Angst vor dem erneuten Versagen steckte den Franken sichtlich in den Gliedern. Am Ende fand der müde Kick, der nach den raschen Toren Hannovers beim VfL Bochum zudem ohne Bedeutung war, aber doch noch einen Sieger. Der vom FC Bayern ausgeliehene Ottl hämmerte einen Freistoß ins Kölner Tor.

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